Navigation überspringen

Software-Raid 1 unter Windows XP

Vor einem Jahr hätte ich beinahe alle Daten auf meiner externen Festplatte verloren, als diese plötzlich den Geist aufgab. In so einem Moment erkennt man, wie wertvoll die eigenen Daten sind. Einem solchen plötzlichen Hardwarefehler beugt man am besten mit einem Raid-System vor. Deshalb hier eine kleine Anleitung, wie man unter Windows XP so einen Festplatten-Verbund einrichtet.

Was ist Raid?

Raid bezeichnet ein System, mit dem man mehrere Festplatten verbinden kann um höhere Geschwindigkeit oder höhere Sicherheit zu erzielen. Bei Raid 0 werden die Daten verteilt auf zwei Festplatten geschrieben, bei Raid 1 ensteht auf einer Platte ein 1:1-Abbild der, auf die andere Platte geschriebenen, Daten. Es gibt noch eine ganze Menge anderer Raid-Varianten, mehr dazu findet man auf Wikipedia. Raid-Systeme können entweder mit einem Hardware-Controller (teurer, mehr Performance) oder via ins Betriebssystem integrierter Software (billiger, langsamer) erstellt werden. Da ich mein altes Windows-Notebook reaktivieren wollte und man in dieses keinen Hardware-Controller einbauen kann, beziehe ich mich im folgenden immer auf softwareseitiges Raid.

Raid als Backup?

Raid 1 bietet guten Schutz gegen Datenverlust aufgrund eines Hardwarefehlers (sprich, wenn die Festplatte eingeht). Raid 1 allein reicht natürlich nicht für einen Rundumschutz, weil sämtliche Änderungen (wie z.B. versehentlich gelöschte Dateien) auf der einen Platte sofort auf die andere gespiegelt werden.

Raid 1 unter OS X

Auf einem Mac lässt sich ein Raid-1-System sehr einfach erstellen. Mit dem Festplatten-Dienstprogramm formatiert man beide Platten und erstellt einen Raid-Verbund. Fertig.

Raid 1 unter Windows XP

Unter Windows XP sieht die Sache leider anders aus. Windows XP Professional unterstützt lediglich Raid 0. Raid 1 ist Windows Server 2003 vorbehalten (wie’s bei Windows Vista aussieht, weiß ich leider nicht – bin für Hinweise dankbar). Die Jungs aus Redmond haben allerdings die komplette Raid-Funktionalität in XP implementiert, nur freigeschaltet wurde sie nicht. Im Web findet man etliche Anleitungen, wie man Raid 1 (und sogar Raid 5) aktivieren kann. Im Grunde muss man drei Systemdateien mit einem Hex-Editor öffnen und jeweils einen Eintrag verändern. Am Einfachsten funktioniert dies mit einem Patch der Zeitschrift c’t. Obwohl dieser bereits im März 2005 veröffentlicht wurde, funktioniert der Patch auch mit einem XP, das mit den aktuellsten Updates versehen ist. Das Raid erstellt man anschließend in der Datenträgerverwaltung; eine ausführliche Beschreibung findet man auf WinTotal.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob man die Sicherheit seiner Daten von einem Windows-Hack abhängig machen will. Nach längerer Überlegung habe ich mir gedacht, solang die nötige Funktionalität vorhanden ist und nur freigeschaltet werden muss, warum nicht? Leider scheiterte das Unterfangen bei mir an einem anderen Punkt:

Problem mit USB-Festplatten

Wer, wie ich, sein altes Windows-Notebook als Server einsetzen will, stößt bald auf ein Problem: Windows XP lässt die Umwandlung externer Festplatten in dynamische Datenträger nicht zu – das ist aber erforderlich, wenn man ein Raid-System anlegen will. Man kann angeblich die externen Platten in einen Stand-PC einbauen und dort in dynamische Datenträger umwandeln. Anschließend werden diese auch extern als dynamische Datenträger erkannt. Wer sich die Arbeit nicht antun will oder keinen Stand-PC hat, kann glücklicherweise auf eine Alternative zurückgreifen:

MirrorFolder

Für Windows XP gibt es ein kleines Tool names MirrorFolder, das Daten spiegeln kann. Auch ein Raid-1-ähnlicher Betrieb ist möglich. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Festplatten nicht als ein Laufwerk, sondern als zwei angezeigt werden. Das Laufwerk, auf das gespiegelt wird, kann dabei nicht manuell beschrieben werden. Die Website schaut ein wenig trist aus, das Programm ist für Windows-Verhältnisse aber sehr sauber und gut strukturiert. Zudem sollte das Tool auch unter Windows XP Home funktionieren. Nachteil: MirrorFolder ist 30 Tage lang voll funktionsfähig, danach sind 39 Dollar fällig. Ich teste es gerade und bin soweit rundum zufrieden.

Performance

Grundsätzlich darf man sich nicht allzuviel Performance erwarten. Wer übers W-Lan (54Mbit) via Windows Daten auf 2 USB-Platten spielt, sollte schon etwas Geduld mitbringen. Da es mir aber hauptsächlich darum ging, meinen alten Windows-Rechner nutzbringend einzusetzen und Hardware-Fehlern bei Festplatten vorzubeugen, bin ich mir der Lösung recht zufrieden.

Problem mit maximaler Pfadlänge unter Windows

Leider gibt es noch ein Problem, das ich bislang nicht lösen konnte: Windows unterstützt eine Pfadlänge von maximal 260 Zeichen. Wenn ich nun aber via iBackup meine Daten vom Mac über Windows auf die externen Platten sichern lassen will und ein Verzeichnis diese Zeichenanzahl überschreitet, gibt’s eine Fehlermeldung. Es kommt nicht oft vor (bei GarageBand beispielsweise), ist aber nervig. Weiß jemand eine Lösung?

Warum nicht Linux?

Ich habe mir auch überlegt mit Linux zu experimentieren und Ubuntu auf mein Notebook aufzusetzen. Nach einer kurzen Recherche bezüglich Druckerfreigabe und Raid 1, habe ich das Projekt allerdings erstmal verschoben.


Schlagwörter

· · · · ·


42 Kommentare

#1 von JoMcCool am 8. Juni 2007 um 14:26 Uhr

Hi,
kann man bei Raid 1 auch die Festplatte Partitionieren?
Also ich meine ich habe 2 exakt gleiche Festplatten, möchte aber auf der ersten eine Partition für das OS eine für Spiele eine für Daten. Wird das dann so gespiegelt, oder geht das nur mit einer Partition???

#2 von Benedikt am 9. Juni 2007 um 11:42 Uhr

Gute Frage. Ich glaube, es geht. Siehe Microsoft Knowledgebase. Vorraussetzung: Windows XP Professional mit Patch der Zeitschrift c’t oder Windows Server 2003 (wie’s bei Vista aussieht, weiß ich leider nicht). Zudem müssen die Platten in einen Stand-PC eingebaut sein (mit USB-Platten wird’s, wie oben beschrieben, haarig). Mit der Methode solltest du zumindest das System-Volume spiegeln können. Anmerkung hierzu: Für Raid 1 musst du die Datenträger in »dynamische Datenträger« umwandeln. Dann heißen Partitionen nicht mehr »Partitionen«, sondern »Volumes«. Zur Frage, ob du mehrere »Volumes« spiegeln kannst: Wenn du genauso mit den weiteren Volumes verfährst, sollte das klappen.

Ich kann das aber leider nicht selbst ausprobieren und wäre dir dankbar, wenn du deine Erfahrungen posten könntest.

#3 von JoMcCool am 16. Juni 2007 um 23:28 Uhr

Hi,
es funktioniert anscheinend wirklich. ich hab es vorhin im ansatz getestet. dann hab ich festgestellt, dass mein mainboard einen hardware raid controller hat. allerdings bin ich von der funktion noch nicht 100% überzeugt.

#4 von Benedikt am 17. Juni 2007 um 0:12 Uhr

Schön zu hören! Was meinst du mit »nicht 100% überzeugt« - das Software-Raid oder das Hardware-Raid?

#5 von JoMcCool am 17. Juni 2007 um 21:42 Uhr

Also ich hab angefangen die Partitionen im Software raid anzulegen, formatiert etc. nach einem neustart ging windows dann nicht mehr. Ich hab aber zuvor noch einen haufen anderer sachen verändert, deshalb weiß ich nicht ob es daran lag oder nicht.
Ich bin mir auch beim Hardware raid nicht so sicher im geräte manager steht jetzt nicht 2xmeine seagate festplatte, sondern einmal nvidia mirror. ich hab nicht wirklich die möglichkeit festzustellen ob er nun mirrored oder nicht. ich werd wohl mal probeweise eine festplatte abklemmen. eine der festplatten macht auch ein »quietschendes« geräusch, wohl gemerkt, ich hab den pc neu zusammengebaut, extra im raid1 um datenverlust zu minimieren.
gruß

#6 von Benedikt am 18. Juni 2007 um 10:09 Uhr

Zum Neustart-Problem kann ich leider nichts sagen. Wenn du dich an den Artikel aus der MS Knowledgebase gehalten hast, sollte es eigentlich funktionieren – kommt eben drauf an, was du sonst noch verändert hast.

Bezüglich Hardware-Raid sollte das normal sein, dass nicht mehr deine zwei Festplatten angezeigt werden. Ein Raid-1-System wird dem Benutzer gegenüber immer als ein einziges Gerät angezeigt.

#7 von Mark am 25. Juni 2007 um 21:01 Uhr

Hallo,ist es möglich software raid auf eine HDD zu machen?Also von einer partition auf eine andere???

#8 von Benedikt am 26. Juni 2007 um 0:39 Uhr

Ja, das sollte klappen. Allerdings musst du mit den Bezeichnungen aufpassen. HDD ist nichts anderes als ein »Hard Disk Drive«, also eine Festplatte im herkömmlichen Sinn. Spiegeln kannst du unter XP allerdings nur Volumes. Du musst den Datenträger bzw. ein HDD in einen »dynamischen Datenträger« umwandeln und diesen in so genannte Volumes unterteilen. Diese Volumes solltest du dann auch spiegeln können.

#9 von Sparhawk am 9. Juli 2007 um 13:02 Uhr

Ich habe ein RAID-Controller und wollte ein RAID 1 mit XP Home machen. Beim Setup erkennt Windows die Platten nicht. Damit habe ich wohl verloren, oder? Auf diversen Seiten heißt es, ich solle über F6 einen Treiber einbinden, aber das geht wohl nur mit XP Professional.

#10 von Benedikt am 9. Juli 2007 um 15:35 Uhr

Ich habe leider nie Windows XP Home installiert. Allerdings wüsste ich nicht, warum Hardware-Raid-Controller (ich nehme an, so einen hast du) nicht mit »Home« funktionieren sollten.

Beim Professional-Setup war das immer so: Ganz am Anfang des Setups (mit zeitgemäßer Kommandozeilen-Grafik ;-)), ist der Bildschirm blau und ganz unten ist eine graue Zeile in der besagte Info mit »F6 für Raid- und SCSI-Controller drücken …« steht. Ist leicht zu übersehen, wenn man das nicht weiß. Steht außerdem nur für ein paar Sekunden da. Bist du sicher, dass du das nicht übersehen hast?

#11 von Sparhawk am 9. Juli 2007 um 15:54 Uhr

Du hast recht, ich habe das nur übersehen, auch bei Home kann ich mit F6 Treiber dazuladen.

Spannend wird es jetzt nur, da er Treiber nur von Diskette dazulädt und ich kein Diskettenlaufwerk habe. Das dürfte jetzt aber kein RAID-Problem mehr sein. Hoffentlich. Danke für die Hilfe und den Thread.

#12 von Drizzle am 13. Juli 2007 um 15:44 Uhr

Ich habe noch eine Frage, bevor ich das ausprobiere.
Wie sieht es aus, wenn ich eine XP Neuinstallation mache?
Ich habe 3 Volumes:
C: für Windows & Programme
D: für Spiele
E: für Daten
(auch der Desktop und »Eigene Daten« Ordner wurde per Registry auf E: verlegt)

Bisher hab ich das so gemacht:

Neugestartet von der XP-CD
Partition C: formatiert
Windows und alle Programme sauber installiert
Daten und Spiele bleiben unberührt…

FRAGE:
Ich habe ein RAID 1 System mit 3 Volumes (mithilfe von 2 Festplatten) mithilfe von Windows gemacht, aber dieses Windows ja jetzt gelöscht???
Kann ich danach noch auf die zweite Platte zugreifen?
Ist dann auf der Zweiten Platte immer noch das alte Windows? Oder wird dort auch die Spiegelung von Volume C: gelöscht? Was passiert jetzt?

#13 von Benedikt am 13. Juli 2007 um 20:45 Uhr

Schwierige Frage. Da Windows weg ist, würde ich darauf tippen, dass die Partitionen nicht mehr verwendet werden können. Vor allem weil Windows ohne Hack kein Software-Raid 1 unterstützt. Wenn du das Raid allerdings via Hardware-Controller angelegt hast, könnte es klappen. Das ging zumindest bei meinem alten Stand-PC mit Hardware-Raid-Controller (war allerdings Raid 0).

#14 von Alfred Neumann am 22. Juli 2007 um 19:47 Uhr

Hallo Benedikt,
ich habe letzte Woche Hardwareproblem gehabt und musste ich Windows Professional neu laden. Erstens nahm es viel Zeit und zweitens habe ich sehr viele Einstellungen und Daten verlor, die ich nicht so einfach wieder kriege denn vieles ist aus dem Internett- und ich weis es nicht mehr wovon. Ich handle nämlich mit Devisen.

Meine Überlegung:

Zwei gleiche Festplatten für RAID 1, wo nur Windows XP Professional und die wichtigsten Programme und eben die Diagrame und die Sachen aus dem Internet drauf sind.

Frage: Wird das so gespiegelt samt Windows???

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Alfred Neumann aus Stuttgart

#15 von Benedikt am 24. Juli 2007 um 21:08 Uhr

Hi Alfred!

Grundsätzlich würde ich Betriebsystem und Daten auf verschiedenen Volumes unterbringen. Das Betriebsystem via Raid 1 zu sichern macht für mich wenig Sinn. Es kann einfach wieder installiert werden, Daten sind meist viel wertvoller und nicht so einfach wieder reproduzierbar.

Windows hat in der Regel zwar schlechte Standardeinstellungen und folglich dauert eine Neuinstallation samt »Tuning« eine Weile. Dafür erhält man aber ein sauberes und schnelles System – gerade bei Windows bringt es nichts, dass System durch Raid 1 gesichert auf ewig immer langsamer werden zu lassen. Dass du dir Windows durch Software-Probleme zerschießt ist außerdem viel wahrscheinlicher als ein Hardwarefehler. Deshalb mein Tipp: Drei Festplatten. Eine für Windows, die anderen zwei im Raid-1-Verbund für Daten. Anwendungen kannst du getrost auf der Windows-Platte installieren. Wenn Windows eingeht, würden dir die Anwendungen auf einer separaten Partition auch nichts nehr nützen, weil sie mit einer neuen Windows-Installation nicht funktionieren würden.

#16 von Alfred Neumann am 25. Juli 2007 um 15:50 Uhr

Hallo Benedikt,
das ist es eben. Ich nutze zwei Computer und ein Laptop. Der, über dem wir reden ist ausschließlich für den reinen Devisenhandel. Die Daten- z.B. Tabellenwerte der Diagramme habe ich auch drauf, aber die kommen auch sofort bei eingeben auf einen Stück- also keine Sorge. Mir geht vor allem um die Einträge in die Registrierung- sei es von Windows, Internet Explorer, oder auch den anderen Grundprogrammen die ich benötige. Mein Windows geht auch nicht langsamer nach den drei Jahren, denn ich lade keinen Schrott auf ihn. Wenn das aber nicht gehen sollte, was ich nicht so recht glaube (ich habe in den Anfang 90 gen mit DOS gemacht), dann stellt sich die andere Frage: Könnte man von der Betriebsplatte ab und zu mal mit einem geeignetem Programm eine Image machen???
Gruß AN

#17 von JoMcCool am 25. Juli 2007 um 21:33 Uhr

Hallo,
ein backup image machen ist kein problem, gibt genug programme dafür.
ich hab im moment 2 x 250GB festplatten im hardware Raid1, und dabei in 3 partitionen unterteilt. bisher find ich ist es eine gute sache. hab noch keine probleme mit windoof, kann also auch net sagen, ob das neu installieren gelingt oder nicht.

#18 von Benedikt am 26. Juli 2007 um 11:36 Uhr

Alfred, grundsätzlich kann man Windows auf einer Festplatte in einem Raid-1-Verbund installieren (siehe dazu Kommentar #2).

Wie JoMcCool bereits gesagt hat, gibt es auch ziemlich viele Backup/Image-Programme (z.B. Norton Ghost), mit denen man sich behelfen kann. Wobei ich gerade bei Image-Tools vorsichtig wäre, weil dir die Wiederherstellung eines Images alles überschreibt (vor allem, wenn du OS und Daten nicht trennst und alles mit oft Tage oder Wochen alten Daten überschreibst).

#19 von PhoeNIXz am 26. August 2007 um 14:14 Uhr

Hiho,

Ich habe eine Systempartition als dynamischen Datenträger, aber »hinten« sind noch 8MB frei.
Dann habe ich eine exakt 2. Platte und möchte die 2 nun spiegeln, aber es klappt net. Habe auch die bearbeiteten Windows-Dateien.
Früher hatte ich schon mal RAID1, mit dem gleichen System(also SP1 auf SP2 updated). Aber die waren beide kaputt gegangen nacheinander (und die Daten habe ich noch ;), aber das ist eine andere Story ).

Was muss/kann ich jetzt machen?

#20 von Benedikt am 26. August 2007 um 23:04 Uhr

Was heißt »es klappt net«? Welche Fehlermeldung spuckt Windows denn aus?

#21 von PhoeNIXz am 27. August 2007 um 13:25 Uhr

Das ist es ja. Es gibt keine. Ich kann es nicht auswählen.
Ich kann das Volumen nur erweitern und bekommen dann diese Antwort:
»Das gewählte Volume ist kein System- oder Startdatenträger oder wurde auf einem Basisdatenträger auf einer früheren Wundows-Version erstellt und kann nicht erweitert werden.«
Aber ich konnte es schon einmal mit dieser Version spiegeln, jetzt aber nicht.
Liegt es an den 8MB vielleicht? Aber wieso kann er dann nicht bei der anderen Festplatte auch 8MB »abscheiden«?

#22 von Benedikt am 31. August 2007 um 10:37 Uhr

Ich würde versuchen, die Platte so zu formatieren, dass sie exakt die gleiche Größe wie die Systempartition hat.

#23 von Sabberschnute am 12. Oktober 2007 um 0:27 Uhr

Hallo
hab da auch mal ne Frage, hab Windows jetzt auf einer Systemplatte lauf und zwei weitere 250GB zu einem Software RAID0 unter Windows zusammen geschlossen, was passiert wenn Windows mal abstürzt und nicht mehr zu retten ist, so das ich gezwungen werde neu zu installieren, ist dann das RAID immer noch vorhanden? Oder bin ich die Daten dann los?

#24 von Benedikt am 13. Oktober 2007 um 14:59 Uhr

Eine gute Frage auf die ich leider keine Antwort weiß. Bei Raid 1 ist es einfach, da man eine Platte einfach aus dem Verbund nehmen und als eigenständige Festplatte anschließen kann.

Bei Raid 0 bin ich mir nicht sicher. Ich hatte mal ein Hardware-Raid 0 und da war das kein Problem. Man musste während der Windows-Neuinstallation einfach F6 drücken und die Raid-Treiber-Diskette einlegen, die Daten blieben – soweit ich mich erinnern kann – erhalten. Wenn es sich aber um ein Software-Raid 0 handelt, weiß ich auch nicht, was dann passiert. Möglicherweise erkennt Windows bei einer Neuinstallation mit Windows erstellte 0er Raids. Sicher bin ich mir da aber nicht – sorry.

#25 von Heinz am 20. Juli 2008 um 12:22 Uhr

Vielen Dank für die interessante Diskussion auf die ich per Suchmaschine gestossen bin.
Die ganze Geschichte mit Raid und den verschiedenen Möglichkeiten von SAn über NAS bis hin zum eigenen Fileserver hat es in sich. Ich habe die NAS-Phase hinter mir und seit ein paar Jahren einen Fileserver mit Win2000 professional. Das ganze LAN habe ich mit festen IPs aufgebaut und betreibe es hinter einer Hardwarefirewall und habe damit den Server vom Web geschützt. Leidensgeschichten mit unsicheren Kontakten von eSATA Steckern lassen mich wieder zu USB zurück buchstabieren. Hardware Konflikte mit PCI und Onoard Festplattenkontroller runden den Problembereich ab.
Es wäre toll irgendwo im Web eine einfach verständliche Anleitung zu finde nwie man USB Festplatten an einem Fileserver mit win 2000 prof. zu einem Raid 1 verbinden kann. Welche SW dazu hat sich bewährt. Möglicherweise müsste dann auch gleich gezeigt werden wie man einen Fileserver mit Linux aufsetzt und wie man diesen in ein Windows Netzwerk integriert.
Wer kann da grundsätzlich weiterhelfen?
Heinz

#26 von Benedikt am 21. Juli 2008 um 19:36 Uhr

Heinz, freut mich, dass du Diskussion interessant findest.

Lösung hab ich auf die Schnelle leider keine für dich. Auch bei Windows 2000 gibt es anscheinend die Unterscheidung zwischen »Professional« und »Server«. Nur letztere bietet Raid-1-Funktionalität.

Die Frage in deinem Fall ist auch, wie professionell die Lösung sein soll. Für den Heimbereich tut’s ein alter XP-Rechner samt dem von mir beschriebenen Tool MirrorFolder auch. Hab’s seit über einem Jahr im Einsatz und funktioniert tadellos.

#27 von Heinz am 21. Juli 2008 um 21:25 Uhr

Meine Suche nach Raid 1 mit USB wurzelt darin, dass USB nach meinen Einschätzungen eine sehr zuverlässige Übertragung gewährleistet. Ich experimentiere seit gut einem Jahr mit eSATA Platten an einem Raid Kontroller und habe immer wieder gebrochenes Raid 1. Man muss das in folgender Relation sehen 4 Raid 1 Arrays mit IDE Platten und 1 Erweiterung mit eSATA als Raid 1 Array. Die 4 IDE Arrays laufen seit 3 Jahren klaglos, ausser man tauscht wie jetzt gerade einen Kontroller aus. Das eSATA Array hat etwa jeden Monat einmal einen Bruch.
Im Fachhandel hat man mich dann darauf hingewiesen, dass ich alte eSATA Gehäuse mit normalen SATA Steckern hätte und dazu besser aktuelle Kabel mit Metallklammern benutzen sollte. Nun fand der Bruch nur noch alle 6 Wochen statt - bravo. Dann hat man mir empfohlen die externen HDD Cases zu ersetzen und mit echten eSATA Kabel zu arbeiten. Erfolg ich kann 1 Raid 1 Array mit netto 1 TB nicht mal durchsynchronisieren, ohne dass es abhängt.
So kam ich auf die Idee lieber 6 mal langsamer als dauernd Unterbruch. Vielleicht gibt es aber eine andere Idee, wie ich meine Videosammlung verwalten kann. Die Performance muss erlauben dass drei DVDs zugleich von diesem Array durch unterschiedliche User über das Glan angeschaut werden können.
Ich habe auch alle meine Hobby bedingten Dokumentar VHS digitalisiert und digitalisiere immer noch. Dabei gilt es oft auch Klösschen von ein paar GB über das Glan zwischen Fileserver und Workstation zu verschieben. Da man seine VHS vor einem Vortrag jeweils an die richtige Stelle spulen konnte und das bei einer DVD nicht möglich ist, speichere ich alle Videoprojekte letztlich als DVD und als mpg2. Aus der mpg2 kann ich schnell die gewünschten 3 Minuten rausschneiden und auf dem Laptop zum Vortrag mitnehmen. Bis alles definitiv und geprüft ist bleiben auch alle Zwischenschritte gespeichert. So wird ein Klösschen schnell mal gegen 20 GB gross.
Gibt es allenfalls Erfahrungen mit externen Dualfestplatten die als Raid 1 betrieben werden können und eSATA und USB oder gar Glan Anschluss haben?

Hier würde mich vorallem das Whorstcase Szenario interessieren, wenn das Gerät defekt geht. Meist läuft das intern mit Linux und verwendet vermutlich ein Linux Dateisystem. Wie hole ich in einem solchen übelst möglichen Fall die Daten? Geht das allenfalls mit Platte ausbauen über einen USB SATA-Kontroller anstecken und Rechner mit Knoppix CD starten und Daten über Nacht raus kopieren? Oder wird da gar ein Dateisystem verwendet welches nicht mit jenem von Linux Workstation kompatibel ist?

#28 von Frage: Software RAID1 unter WinXP - iB-InformatikBoard.ch - Benutzer helfen Benutzern am 3. September 2008 um 14:15 Uhr

[…] Standardm

#29 von Kai Willumat am 26. September 2008 um 13:55 Uhr

Hallo ,

gibt es keine andere möglichkeit als eine USB Festplatte auszubauen und dann im PC in einen dynamischen Datenträger umzuwandeln ? Will einen Raid 5 mit USB versuchen .
Habe 4 neue Festplatten und wenn ich diese aus dem Gehäuse ausbaue ist die Garantie futsch !

Danke

Gruss

#30 von Heinz am 29. September 2008 um 2:34 Uhr

Ich löse das Problem immer mit Partiton Magic. Die Finale Version kann auch USB Laufwerke identisch behandeln wie interne.
Haben die USB Festplatten ein Garantiesiegel, welches zerreist, wenn die sie Aussenhülle öffnest?
Aprüpopos erzählst Du uns mit welcher SW Du ein Raid 5 mit USB betreibst?
Gruss
Heinz

#31 von Benedikt am 29. September 2008 um 10:16 Uhr

Heinz, tausend Dank für den Tipp mit Partition Magic. Ich wusste gar nicht, dass das Programm kann.

#32 von Sebastian Meyer am 18. Oktober 2008 um 13:06 Uhr

Hi, ich wollte nochmal eine weitere Möglichkeit aufzeigen, die ich für meinen Vater derzeit auslote:

Linux kann (natürlich ^^) auch SoftRAID - unter Ubuntu wohl sogar schon direkt beim Setup. Da mein Vater (Dipl. Ing. f. E-Technik) primär Firefox, Thunderbird und OpenOffice unter Windows nutzt wird er diese Software unter Linux weiternutzen und nur für seine Spezialsoftware (Eagle CAD) wine oder Windows in einer Virtuellen Maschine (z.B. vmware oder virtualbox) verwenden.

Damit vereinfacht er seine Backuplösung und kann evtl. sogar Lizenzgebühren für Windows sparen.

#33 von Benedikt am 22. Oktober 2008 um 12:49 Uhr

Danke für den Hinweis, Sebastian. Ich hab mit Linux relativ wenig Erfahrung, eine kurze Recherche lies damals jedenfalls nicht auf eine triviale Lösung schließen. Ist aber gut möglich, dass das mittlerweile besser funktioniert.

#34 von Heinz am 23. Oktober 2008 um 2:41 Uhr

Alternative zum Raid mit Linux. Diese Editor Geschichte bei Linux Konfigurationen, mit den zahllosen Fussangeln für all jene die nicht täglich damit arbeiten, ist wohl nicht ganz jedermanns Sache und sicher einer der Gründe, dass man beim an und für sich sehr guten Linux immer noch sehr unter sich ist.

Ich habe mittlerweilen interessante USB Gehäuse gefunden. Man kann zwei Sata Platten einschieben und schliesst das ganze an einen USB Anschluss an. Im Innern des Böxchens ist ein Port Replikator enthalten der sich auf Raid 1 stellen lässt. Fazit die beiden Platten werden nicht wie bei den meisten NAS mit einer exotischen Dateizuornungstabelle formatiert, sondern vom PC aus. Dadurch wird auch jener Whorstcase abdeckt wenn nicht die Festplatte sondern solch ein Böxchen den Geist aufgibt, denn so formatierte Platten lassen sich notfalls auch per USB Dockingstation auslesen.
Das Böxchen heisst SI-1328RUS und ist in der Schweiz für 128 SFr bei brack.ch zu haben.

Ein ungelöstes Problem ist aber, dass ein üblicher PC in den Energieoptionen die internen Festplatten bei Nichtgebrauch abschalten kann, während dem USB Festplatten weiter voll drehen.

#35 von Benedikt am 23. Oktober 2008 um 19:19 Uhr

Heinz, danke für den Tipp. Das Gehäuse hab ich mit der Bezeichnung bei uns in Österreich auf geizhals.at nirgends gefunden. Ich bin mir aber sicher, dass es da was Vergleichbares gibt.

Grundsätzlich hätte ich auch in eine Nas-Lösung investiert (da gibt’s für den Heimbereich ja schon einiges), aber weil das eben auch nicht trivial ist (z.B. dass man die Festplatten im Notfall nicht einfach an einen Rechner hängen kann), hab ich’s verworfen.

#36 von Heinz am 23. Oktober 2008 um 22:34 Uhr

Ich habe für Dich die Hersteller Site gesucht und gefunden. http://www.ssi.com.tw/product_content.aspx?id=64 Guckt Dir das mal an. Natürlich kannst Du diese Raid 1 Box auch an ein Linux System anschliessen. werde ich demnächst probieren.

Ich bastle auch mit einem alten PC und Debian mit KDE, habe aber bald keine Zähne mehr vom an der Materie ausbeissen. Huch, war das schon Flamming?!?

An dem Böxchen gefällt mir genau das, dass man nach der Synchronisationsphase im aller übelsten Schadenfall beide Platten herausnehmen könnte und mit einem SATA Adapter per USB irgendwo anschliessen und darauf zugreiffen kann. (Vorsicht eine vollständige Synchronisation kann im Hintergrund bei einem Raid 1 Einsatz mit 2 Stk 1 Terrabyt Platten mehr als 24 Stunden dauern)

Von dem Thema NAS habe ich mich aus den selben Gründen völlig distanziert.

Wer es gerne klein und fein möchte, und dazu noch wert auf lautlos legt, der kann sich ja auch einen lüfterlosen PC bei http://www.digitallogic.ch/index.php?id=445
gönnenund daran die USB Raid 1 Box anschliessen. Ein ganzer Standart PC ist da im Volumen untergebracht in dem andere einen LAN Switch einbauen. Die kriegt man zwar nicht bei Geizhals und sie kosten auch ein kleinwenig mehr, dafür bekommt man aber ein hardwaremässig ideal abgestimmtes System. Die Dinger werden bei mir um die Ecke hergestellt und sind sozusagen mit einer präzisen Schweizeruhr vergleichbar. Für Geizhälse sei mal gesagt, dass dieses vollwertige PCchen nur 6-10 Watt Strom verbraucht.

#37 von Will zwei Raid auf einem P5W DH Deluxe - Mindfactory AG Community Forum am 19. Januar 2009 um 23:40 Uhr

[…] dir das mal an: Software-Raid 1 unter Windows XP ‹ bensite.net ist wiegesagt dann board unabh

#38 von Toby am 25. August 2009 um 12:24 Uhr

Hallo, habe Frage zu MirrorFolder mit Raid-Spiegelung und nun leider defekter Festplatte: Habe MirrorFolder auf Windows XP Prof. laufen. 2 Festplatten sind verbaut. Diese jeweils in 2 Partitionen unterteilt (C: Windows, D: Eigene Dateien). Partition C wird auf zweiter Platte (Partition E:) in Echtzeit gespiegelt. Partition D alle 24 Stunden (auf Partition F:) synchronisiert. Jetzt ist mir die Hauptfestplatte abgeraucht. Wie kann ich jetzt die zweite Festplatte einfach als Ersatz hernehmen? Wenn ich die Backup-Festplatte einfach umstecke im Computer auf den Anschluss der ersten (defekten) Platte, verweigert mir der Rechner schon den Startvorgang auf das Betriebssystem mit Meldung, dass keine Festplatte gefunden wird. Kann mir bitte jemand da helfen?

#39 von Heinz am 25. August 2009 um 19:36 Uhr

Hallo zusammen,
habe wieder mal etwas mit meinem Fileserver unternommen. Die Energieministerin hat mit Blick auf die letzte Stromrechnung einen Misstrauensantrag gegen die vielen leuchten Lämpchen im Dunstkreis von PC Fileserver etc gestellt.
Flugs einen Strommesszwischenstecker eingeschlauft lies mir die Haare elektrisiert zu Berge stehen. Mein Fileserver mit samt USB Laufwerken konsummiert Tag und Nacht satte 200 W (Meine Tochter arbeitet 4 Schicht). Kein Wunder, dass ich im Sommer am liebsten in den Badehosen am PC arbeite.
0,2 mal 24 mal 365 ergibt fast 20% unseres gesamten Stromverbrauches und nun wollen sie wegen mir und ein paar andern Idioten neue AKWs bauen.
Nach einer langen Leidensgeschichte mit Wake on Lan das mal funktionierte und mehrheitlich den Schlaf des Gerechten schlief, habe ich mich wiedermal virtuell mit Synology und Co befasst.
Bekanntlich läuft da ja alles, auch das Raid unter dem Linux Dateisystem EXT 3.
Wir kümmern uns um die Redundanz, wenn eine Festplatte schlapp macht beugt RAID 1 vor und allenfalls lassen wir sogar periodisch einen Backup schreiben. Wo aber bleibt die Redundanz wenn die Blackbox abraucht.
Ich muss hier auch gleich erklären, dass ich FAT 32 wegen über 4 GB grossen Videodateien nicht verwenden kann.
Erste Versuche zeigen nun, dass diese Ext 3 Raid 1 Festplatten per Dockingstation auch in einem Linux Rechner gelesen werden können. Es möchte zwar nicht jeder einen Linux Rechner aufsetzen, solange die Befehlszeilen Fetischisten alle andern vergrauelen, vorallem aber möchte man die Daten in einer Windows Umgebeung allenfalls auch auf NTFS Platten kopieren können und das kann man in einem Linux nicht einfach so. Nun habe ich gehört, dass es kleine SW Tools geben soll, mit denen man unter Windows EXT3 Partionnen verwenden kann.
Da bin ich jetzt dran und werde, sobald die kühlen Samsung Platten mit 2TB kommen, diese Lösung testen. Der Dauerstromverbrauch würde auf diese Weise in Standby auf 20 W sinken im Vollbetrieb 60 Watt betragen und während einem Backup 90 Watt verbrauchen. Das ist doch erheblich weniger als 200 Watt Tag und Nacht.
Da bin ich dran und lasse wieder mal was von mir hören
Gruss an alle, Heinz

#40 von Techniker am 10. März 2010 um 13:09 Uhr

Also mir hatte mal ein Messgerätetechniker gesagt…ja ja geht schon mit Raid.
Weil ich meinen privaten Desktop sowieso umbaue und weil es im Moment noch eine 2 identische Festplatte zu kaufen gab, dachte ich, kauf die jetzt mal, soll ja bei genau baugleichen Platten alles besser gehen. Das Bios meines AS-Rock-Mainboards unterstützt den Raid-Mode…nur , obwohl ich dieses XP komplett neu aufspiele…ja es funkt nicht. Nach Lesen dieser Internetseite hier sehe ich also wiedermal das Microsoft jedes vernünftige Sicherheitsbedürfnis blockiert. Ich habe die eine Festplatte mit dem Paragon Manager Sektorweise gespiegelt, aber natürlich möchte man diese Lösung wegen des Aufwandes nicht ständig machen.
Das genannte Tool von CT ist dann meine nächste Hoffnung…es ist so übel wenn die Daten wiedermal abstürzen und die Sicherung auf die Externe ist nur die 2. beste Lösung, weil z.B. Cobian Backup lastet den Rechner richtig aus, wenn man ihn permanent sichern lässt, zudem ist USB 2.0 einfach sehr langsam.
Wer sonstige Festplattenprobleme hat, wie Partionieren, oder Laufwerksbuchstabe, der Paragon Mangar ist wirklich Super und bedienungsfreundich, natürlich werden die diversen Teilfunktionen auch mit Open-Source ermöglicht, wie beispielsweise Parted Magic, oder das Spiegeln, mit Clonezilla. Nur die Benutzerführung ist dort manchmal nicht so schön, generell sollte man bei Festplattenoperationen immer vorsichtig sein und wichtige Daten bereits gesichert sein. Das nur am Rande bemerkt.
Dem Herausgeber der Seite besten Dank war wirklich schnell und informativ.

#41 von Heinz am 11. März 2010 um 4:17 Uhr

Bei mir läuft Raid 1 unter Win XP klaglos.
Ich habe aber im Bios des Mainboards Raid aktivieren müssen und in der Treiber CD zum Board die Raid SW gesucht und installiert.

Wenn Du das System auch auf das Raid Array installieren willst, dann musst Du ganz am Anfang der Windows installation mit F6 das Menü aufrufen, in dem Du die Raid Treiber laden kannst.

Das ist von MS so dokumentiert und wenn Du Dich daran hältst, dann funktioniert das unter Windows klaglos.

Es gibt aber auch WIndows Home Server und da solltest Du keine Hardware Raid wie eben beschrieben installieren, weil Windows Home Server mit einem Software Raid spiegelt.

Falls Dich das Thema Software Raid kitzelt, dann solltest Du Dir das kleine Programm Mirror it anschauen.

Gruss
Heinz

#42 von Heinz am 27. August 2010 um 9:14 Uhr

Habe etwas weiter gepröbelt und folgendes zum Thema Raid heraus gefunden. Der Begriff Raid beschreibt nur das Endresultat, nämlich in der Zahl entsprechender unterschiedlicher Art seine Festplatte zu Spiegeln. Es kann aber auch daraum gehen 2 oder mehrere Festplatten so Hand in Hand arbeiten zu lassen, dass sie schneller werden.
Wie das gelöst wird ist damit noch nicht gesagt. Es gibt zwei mir bekannte Möglichkeiten. Man kann die Festplatten im Bios miteinander verhängen. Hier ist die Art wie sie verhängt werden im Bios des Raidkontrollers. Dieser wird meistens im eigentlichen Bios aktiviert und erscheint dann als eigener Raidkontroller bevor das Betriebsystem startet. Die Konfiguration ist dermassen grundlegend einfach, dass es nichts darüber zu speichern gibt, ausser welches Raid zwischen welchen Platten bestehen soll. Das Betriebsystem erkennt dann die Raidplatten nur als eine Festplatte. Bei einem echten Betriebsystemabsturz bleibt das Raid unangestastet. Das verhält sich auch mit einer PCI Raidkartze so.
Es gibt aber auch Software Raid. Hier werden die Platten im Betriebssystem oder mit einer optionalen SW verhängt.
Die Betrienssysteme der NAS funktionieren so und Windows Home Server auch. Eine typische ergänzende SW ist Mirror it, welche nicht nur ein Raid zwischen Laufwerken, sondern auch zwischen Ordnern bilden kann. Diese Raid können sehr viel und sind sehr flexibel. Diesen Lösungen ist aber gemeinsam, dass die Daten, welche gebraucht werden um ein gebrochenes Raid wieder zusammen zu hängen auf den Festplatten liegen. Dadurch sind diese Festplatten nicht einwandfrei ausserhlab des Arrays lesbar. Ein kompletter Datenverlust ist bei einem Systemabsturz wegen eines Plattendefektes durchaus ein ernst zu nehmendes Whorst Case Szenario.
Oder anders gesagt, wer nach einem Systemabsturz mit nachfolgender Neuinstallation schon mal versucht hat mit den geretteten Daten, was wo auf der Backup Platte liegt, den inkrementell erstellten Backup, der 100 Tage lief wieder zu rekonstruieren, weiss was bei einem Software Raid auf den Anwender zu kommen kann.
Gruss Heinz


Kommentieren

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.