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K-19: Showdown in der Tiefe

★★★☆☆·7.9.2002·Kommentare:  4

1961 läuft das russische Atom-U-Boot K19 aus, um im Nord-Atlantik seine Fähigkeiten zu testen. Doch die Reihe der Unglücksfälle, welche das Boot schon während der Konstruktionsphase begleitete, reißt auch im Einsatz nicht ab. So kämpft die Besatzung bald nicht nur gegen die übertriebene Härte des Captains Alexei Vostrikov (Harrison Ford) sondern auch gegen eine Reaktorfehlfunktion. Diese droht nicht nur das gesamte Boot zu verstrahlen sondern auch die an Bord befindlichen Sprengköpfe zur Explosion zu bringen …

Kathryn Bigelows Mischung aus Drama und Thriller um die Jungfernfahrt des ersten russischen Atom-U-Boots vermittelt gekonnt die schrecklichen Ereignisse, die sich damals zugetragen haben. Die anfangs noch lustig wirkenden Material- und Versorgungsprobleme kommunistischer Wirtschaft entpuppen sich später als ernstzunehmende und tödliche Risiken. Interessant ist auch die Tatsache, dass amerikanische Filmemacher nun auch anderen Nationen ihre Vor- und Darstellung von Heldenmut und Patriotismus aufzuzwängen versuchen. Das mag einerseits ein wenig arrogant wirken, vermittelt aber andererseits auch ein Gefühl der Gleichstellung. So beklemmend K19 (nein, ich schreibe diesen Untertitel nicht nochmal freiwillig) auch sein mag und so sehr man auch wissen will, wie es weitergeht, so ist der Film nicht wirklich spannend oder ergreifend, woran teilweise auch der unterdurchschnittliche Soundtrack schuld sein könnte. Alles in allem ein solides Werk, dass vor allem eines schafft: die Rolle des Harrison Ford einmal ungewohnt unsympathisch wirken zu lassen.

Ein kleiner Fauxpas ist den Synchronisations-Studios ürigens bei der Auslaufsequenz der K-19 unterlaufen: Da stehen etliche Soldaten Spalier, hochrangige Generäle sind anwesend, die ganze Szene vermittelt ein Gefühl von Stolz und russischem Patriotismus und aufeinmal tönt über die Lautsprecher etwas von »Gangway« einziehen … das passt doch einfach nicht. 🙂

3 von 5 Sternen

Infos

Originaltitel:
»K-19: The Widowmaker«, USA 2002, 138 Minuten

Credits:
Regie: Kathryn Bigelow, Kamera: Jeff Cronenweth, Darsteller: Harrison Ford, Liam Neeson, Peter Sarsgaard, Sam Spruell, …



4 Kommentare

#1 von Peter am 9.9.2002, 15:16 Uhr

Naja so schlecht war der Soundtrack auch wieder nicht. Er ist halt etwas sehr klassisch ausgefallen … nur weil keine modernen neuen Gruppen vorkommen macht man sich gleich über einen Soundtrack her … schlimm is das 🙂

Und das die Sowjetunion mindestens so patriotisch war wie die USA (heute noch ist) find ich ziemlich logisch. Da sind doch alle Großmächte gleich.

Grüße Peter

#2 von Benedikt am 10.9.2002, 10:58 Uhr

Naja so schlecht war der Soundtrack auch wieder nicht. Er ist halt etwas sehr klassisch ausgefallen … nur weil keine modernen neuen Gruppen vorkommen macht man sich gleich über einen Soundtrack her … schlimm is das 🙂

Ich habe ja nichts gegen klassische Soundtracks, aber der zu K19 war irgendwie lahm. Vom gleichen Komponisten kam auch die Musik zum Remake von »The Time Machine«. Das war zwar ein schlechter Film, aber der Soundtrack war wirklich gut.

Und das die Sowjetunion mindestens so patriotisch war wie die USA (heute noch ist) find ich ziemlich logisch. Da sind doch alle Großmächte gleich.

Das mag natürlich sein, aber spätestens wenn sich der in letzter Minute eingetauschte Reaktoroffizier, der ja eigentlich heiraten wollte, opfert um das gesamte Boot zu retten, dann kann man ganz leise irgendwo im Kinosaal die Nationalhymne der USA hören. Wirklich.

#3 von Klaus D. Cott am 30.10.2006, 10:37 Uhr

sehr geiler Film

#4 von Toni am 30.3.2007, 16:10 Uhr

also ich muss sagen der film ist richtig gut!wer sagt das der film langweilig und nicht spannend findet, der müsste sich mal mit der geschichte des atomwaffenkrieges beschäfftigen.und der soundtrack passt auch dazu, auch wenn er ziemlich »ruppig« ist, ich den einfach gut


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