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The Matrix Reloaded

★★★★☆·22.5.2003·Kommentare:  7

Nachdem sich Neo (Keanu Reeves) in der Matrix zum unbesiegbaren Kämpfer entwickelt hat, planen die in der realen Welt herrschenden Maschinen die Zerstörung von Zion, dem letzten Zufluchtsort der Menschen. Während Morpheus (Laurence Fishburne) an die Erfüllung der Prophezeiung und an die Befreiung der Menschheit glaubt und diese mit allen Mitteln umzusetzen versucht, fürchtet Neo um das Leben von Trinity (Carrie-Anne Moss), dessen Ende er in seinen Vision ständig vorhersieht …

Den Machern ist ein filmtechnisch guter und abwechslungsreicher Nachfolger gelungen, der es leider ein wenig verabsäumt dem Zuschauer verständlich zu erklären, was eigentlich passiert. Die Dialoge sind derart durchgestylt und abgehoben, dass es einem schon nach wenigen Sätzen schwerfällt sich nicht bloß auf Trinitys ansehnliche Figur oder Neos schicke Sonnebrille zu konzentrieren. Desweiteren scheint jeder zweite Satz eine Instanz von »Deine Bestimmung ist es die Prophezeiung in der Zukunft in dir selbst zu finden und zu erfüllen.« zu sein – der inflationäre Gebrauch der Wörter »Bestimmung« und »Prophezeiung« wirkt zeitweise fast schon selbstironisch.

Die Kämpfe in der Matrix sind gut gelungen, auch wenn diese aufgrund von Neos Unbesiegbarkeit an Spannung verloren haben und der den ersten Teil auszeichnende Bullet-Time-Effekt starke Abnutzungserscheinungen aufweist. Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden erwartet den Zuschauer kein wirkliches Ende sondern eher eine abrupte Abblende, die mit einem »wird fortgesetzt« auf den im November erscheinenden 3. Teil verweist.

Trotzdem ist The Matrix Reloaded eine unterhaltsame Realitätsflucht, dessen Verständnis wahrscheinlich mehr als einen Kinobesuch erfordert – vielleicht braucht man dazu aber auch nur eine dieser Sonnenbrillen. 🙂

Nach dem Abspann werden Geduldige übrigens mit einer Vorschau auf den Nachfolger The Matrix Revolutions belohnt.

4 von 5 Sternen

Infos

Originaltitel:
»The Matrix Reloaded«, USA 2003, 138 Minuten

Credits:
Regie & Buch: Andy Wachowski, Larry Wachowski, Kamera: Bill Pope, Schnitt: Zach Staenberg , Musik: Don Davies, Darsteller: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Gloria Foster, …



7 Kommentare

#1 von H@rry am 22.5.2003, 22:12 Uhr

Die Wachowski Brüder scheinen offentsichtlich ein Herz für Abspannkucker zu haben 😉

#2 von gernot am 23.5.2003, 23:24 Uhr

ich hab mir den spaß grad angeschaut:
1) Statt der Zion-Tanz Szene hätte man sich auch einen Softporno anschaun können. Warum schauen eigentlich alle weiblichen Wesen in Zion aus wie aus einem Puff Daddy vs. R Kelly Video? Sind da Morpheus & Co vielleicht ein bischen wählerisch bei der Befreiung weiblicher Matrix Gefangener?

2) Statt den wir-haben-alles-gleich-so-gemacht-das-wir-
das-ganze-ins-computerspiel-exportieren-können-
und-umgekehrt Kampfszenen hätte man sich auch einen Jackie Chan Film anschaun können. Da haun sicgh wenigatens keine Polygone in die Go sondern echte Menschen.

3) Und für den Unterbußtseins-Angst-Faktor hätte man sich wieder mal Tron anschaun können. Da hätten sich die Macher von the Matrix was abschaun können

4) Ich hätte es origineller gefunden wenn auf den Kinoplakaten »Die Matrize« oben gestanden wäre.
Was hat überhaupt eine Matrize mit dem ganzen Schmorn zu tun. Bitte um Aufklärung.

5) Zu dem Pseudo-Gott Monolog am Shcluß will ich gar nix sagen- kann ich auch nicht, da war ich zu blöd um das vollständig zu begreifen

BITTE GEBTS DIE 7 EURO DEM WWF ODER DER CARITAS IS MIR WURSCHT NUR NICHT DEM FILM

mfg gernot

#3 von Benedikt am 24.5.2003, 0:04 Uhr

@1
Naja, so schlimm wars dann doch nicht.

@2
Das habe ich schon mehrmals gehört aber ich fand die Effekte eigentlich sehr gut. Hier stellt sich halt die Frage inwieweit man bereit ist, »Unrealistisches« zu akzeptieren. Jeder weiß, dass es unmöglich ist eine Kampfszene mit hunderten von Klonen real zu drehen. Ich frage mich allerdings wieviele Zuschauer sich das auch bei der Autoverolgungsjagd gedacht haben…

@3
Ich finde auch, Matrix ist irgendwie wie eine Mischung aus The Truman Show und Tron.

@4 & 5
Das ist mir auch nicht ganz klar. 🙂

#4 von gernot am 24.5.2003, 11:17 Uhr

@1: Naja das penetrante Nippel ins Bild pressen erinnert doch schon sehr an YoYo-HipHopVideos. Na gut mich solls nicht stören 🙂 aber dann den Anspruch auf Dieser Film spiegelt so toll unsere Gesellschaft wieder stellen. Wenns mit solchen (und anderen Mitteln) arbieten na bitte aber dann ehrlich sein und zugeben das das ganze nur ein weiterer Teil in der wir verhollywodiseren alles und wirklich alles.

@2: Wenn ich mir da TigerDragon anschau dann schaffen die das schon wirklich unglaublich gut aussehende Kanpfszenen auch mit vielen Akteueren darzustellen
Aber das die Kampfszene mit den vielen bösen Agenten so penetrant an die in der Vorschau gezeigte WErbung für dqas Pc Game erinnert ist bei den im Abspann gezeigten 100.000 Special Effects Technikern doch ein bischen billig

#5 von Gott am 24.5.2003, 11:21 Uhr

Neo der integralbedingte Fehler in der 3x3 Matrix der durch eine differential bedingte Taylor Reihe mit Lagrangschen Restglied ein Priestergewand trägt. und der limes gegen null seines Popsch durch eine Newtonsche Approximation oval ist.

Einfach die Formelsammlung zusammengemsicht und wir haben unseren Neo.

#6 von Benedikt am 24.5.2003, 14:38 Uhr

@2
Zu Tiger & Dragon kann ich nicht viel sagen, weil ich dieses Marionettentheater nur 10 Minuten lang ertragen habe… 🙂

#7 von wolfi am 7.6.2003, 2:50 Uhr

also mir hat der film auch nicht gefallen. gernot du hast vollkommen recht 😉

und Crouching Tiger, Hidden Dragon war nicht schlecht.
bäh ! 😉


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