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Alles hat seinen Preis

24.6.2003·Kommentare:  2

Ich bewahre Euro-Münzen aufgrund ihres Gewichts immer in meiner massiven Schreibtischschublade auf. Um die Haltbarkeit meines Mobiliars zu erhöhen suche ich dann in regelmäßigen Abständen die Bank meines Vertrauens auf, um die angesammelten Kilos an Kleingeld auf mein Konto einzuzahlen. Das funktioniert in der heutigen Zeit mit modernen Geldzählmaschinen, in die man einfach die Münzen leert und den Zählvorgang abwartet. Per Bankomatkarte wird der gezählte Betrag dann direkt auf das Konto überwiesen. Beim letzten Einzahlungsvorgang staunte ich allerdings nicht nur darüber, wie viel Geld in einem 2-3 Kilo schweren Jausensackerl stecken kann, sondern auch, wie viel es kostet, das herauszufinden. Nämlich genau fünf Euro. Um den Schockfaktor etwas zu erhöhen: das sind ungefähr 69 ehemalige österreichische Schilling. Als Informatiker finde ich mich natürlich schnell mit nicht Nachvollziehbarem ab, aber trotzdem frage ich mich was genau mit diesen fünf Euro passiert.
Da diese Maschinen scheinbar Windows als Betriebssystem nutzen, geht ein Euro sicher an Bill. Die Firma, welche die passende Software zum Geldzählen, die übrigens im schicken Dos-Fenster läuft, entwickelt hat, dürfte auch so um die 50 Cent an Lizenzgebühren kassieren. Und der Rest? Der geht wahrscheinlich an den unterbezahlten Techniker, der kurz zuvor die neue Bankomat-Einzahlungsfunktion aktiviert hat und sich was dazuverdienen will.

Eine andere Theorie würde darauf hinauslaufen, dass die, durch spartanische Banköffungszeiten (oder etwas treffender formuliert: Bankschließungszeiten) gewonnenen Mitarbeiterkapazitäten genutzt werden, um das Geld manuell zu zählen. Die fünf Euro bekommt dann derjenige Mitarbeiter, der am schnellsten den größten Betrag gezählt hat.



2 Kommentare

#1 von Ahmet Y. am 24.6.2003, 22:04 Uhr

welches ist die Bank deines Vertrauens? wenn ich mich recht erinnere, schneiden sie einen prozentsatz vom gezählten Betrag ab. Demnach musst du wirklich sehr viel Geld gesammelt haben =)

pS: nicht versaufen, urlaub machen 😉

#2 von Benedikt am 27.6.2003, 15:39 Uhr

Demnach musst du wirklich sehr viel Geld gesammelt haben =)

Ja … und zwar soviel, dass ich mir so eine luxuriöse Zählung scheinbar leisten kann. *g*


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