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Master and Commander: Bis ans Ende der Welt

★★★★★·30.11.2003·Kommentare:  2

Im Jahr 1805 erhält die HMS Surprise den Befehl, das französische Kaperschiff Acheron davon abzuhalten in den Pazifik einzudringen. Für Captain Jack Aubrey (Russell Crowe) keine leichte Aufgabe, ist das feindliche Schiff dem Seinigen doch in allen Belangen überlegen. Als erfahrener Kommandant, der seine Mannschaft zu führen weiß, wagt er ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der Jäger leicht zum Gejagten wird …

Der Plot lässt einen einfach gestrickten Action-Film vermuten, aber Regisseur Peter Weir ist weitaus mehr gelungen als das. Betritt man den Kinosaal, wird man zum Besatzungsmitglied der HMS Surprise und bekommt so einen atmosphärisch dichten Eindruck vom Leben auf See. Dieser wird durch die Entscheidung, den Film gänzlich aus der Sicht der Surprise-Besatzung zu erzählen, noch verstärkt. So konzentriert sich der Regisseur nicht nur auf Kanonendonner und Säbelrasseln, sondern vor allem auch auf Charaktere und die Problematik, die sich aus ihrer Stellung in der Befehlskette ergeben. Neben klassischen Kompositionen wurde die Schiffsjagd auch mit musikalisch schlichteren Stücken unterlegt, welche der Captain und sein Schiffsarzt persönlich zum Besten geben. Diese wurden geschickt mit dem eigentlichen Soundtrack kombiniert und binden den Zuschauer noch stärker an die Protagonisten. Die zweckmäßigen Special Effects sind ebenfalls hervorragend gelungen und wirken in Form von Sturm und Wellen so echt, dass man gar nicht erst auf die Idee kommt, ihre natürliche Herkunft in Frage zu stellen.

Selbst wenn der Showdown ein wenig unter den Klischees Hollywoods leidet, so ist Master and Commander ein gefühlvolles und mitreißendes Hochseedrama, das vor allem durch einen charismatischen Russell Crowe begeistert.

5 von 5 Sternen

Infos

Originaltitel:
»Master and Commander: The Far Side of the World«, USA 2003, 138 Minuten

Credits:
Regie: Peter Weir, Buch: Patrick O'Brian, Peter Weir, John Collee, Kamera: Russell Boyd, Schnitt: Lee Smith, Musik: Klaus Badelt, Iva Davies, Christopher Gordon, Richard Tognetti, Brian Tyler, Darsteller: Russell Crowe, Paul Bettany, James D'Arcy, Edward Woodall, Chris Larkin, Max Pirkis, Billy Boyd, …



2 Kommentare

#1 von stefan am 1.12.2003, 17:44 Uhr

*gg* der benedikt kann jetzt scho wirklich unter die filmkritiker (i man jetzt de professionellen, de de in der zeitung stehen) gehen….v.A. der letzte absatz klingt wie aus TVmedia oder ähnlichem..
mal schaun, vielleicht schau i ma den film an
lg stefan

#2 von gernot am 2.12.2003, 11:30 Uhr

TV-Media??
Nein nein eher Cinema 🙂


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