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Krieg der Welten

★★★★☆·29.6.2005·Kommentare:  0

Steven Spielberg scheint Gefallen an düsterer Science-Fiction gefunden zu haben und wagt sich nach »Artificial Intelligence« und »Minority Report« nun an die Verfilmung von H.G. Wells »Krieg der Welten«. Der Zuschauer erlebt die Alieninvasion aus der Perspektive des Dockarbeiters Ray Ferrier (Tom Cruise), der mit seinen beiden Kindern, Schreihals Rachel (Dakota Fanning) und »Ich-mache-gerade-eine-schwierige-Phase-durch« Robbie (Justin Chatwin), vor den Außeridischen zu fliehen versucht.

Die einzelnen Passagen der Flucht, wie der verzweifelte Versuch einen Platz auf einer Fähre zu ergattern, sind dabei äußerst spannend umgesetzt und bieten bombastische Spezialeffekte. Glückerlichweise kommt dabei auch die menschliche Komponente nie zu kurz und so bürdet Spielberg seinem Hauptcharakter auch noch die Last seiner Scheidung und seiner beiden Kinder auf, die er übers Wochenende hätte hüten sollen. So sind der wahre Schocker in »Krieg der Welten« auch nicht etwa die unsagbar bösen Aliens sondern Dakota Fannings markerschütternde Schreie. Das talentierte kleine Mädel brüllt sich nämlich durch Spielbergs Weltuntergangsepos, dass einem Hören und Sehen vergeht. Das ist einerseits zwar nervig, aber andererseits auch sehr effektiv.

Den einzig wahren Schwachpunkt des Films stellt somit das recht enttäuschende Ende dar. Als Parabel auf die Menschheit mag dieses noch durchgehen, als krönender Abschluß eines gelungen Spektakels – Buchvorlage hin oder her – sicher nicht. Bis dahin darf man aber mit Tom Cruise und seinen Leinwand-Sprößlingen zittern und einen sehr cineastischen Weltuntergang genießen.

spannend (fast) bis zum Schluss 4 von 5 Sternen

Trailer, Internet Movie Database (IMDb)



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