Navigation überspringen

Microsoft: Expression, IE7 Layout Complete

23.3.2006·Kommentare:  6

Es brodelt in Redmond. Microsoft arbeitet derzeit an einigen interessanten Produkten, darunter:

IE7 Beta 2 Layout Complete

IE7 steht seit kurzem in einer sogenannten »Layout Complete«-Fassung zum Download bereit. Dessen Render-Verhalten soll laut Eric Meyer ebenfalls endgültig sein.

Mein größtes Problem mit der Layout Complete-Version ist, dass ich den Commando-Bar (enthält die Buttons »Home«, »Page«, …) nicht verschieben kann (z.B. zu den Vorwärts- und Zurück-Knöpfen). Ärgerlich.

Expression

Expression ist eine Creativity-Suite, die einen praktischen und standardorientierten Webeditor enthält. Eric Meyer dazu:

Basically, Expression seems to be FrontPage done right, with a relentless focus on standards-oriented design principles.

Nachdem ich die Demos-Videos gesehen habe, bin ich allerdings skeptisch. OK, Standards überall (die ganze Präsentation besteht praktisch nur aus irgendwelchen Webabkürzungen – echt arg), aber intuitiv scheint Expression Web Designer nicht unbedingt zu sein. Hunderttausend Kontext-Menüs und eine von Dreamweaver abekupferte Oberfläche. Das Programm muss deswegen nicht schlecht sein, aber ich vermisse echte Innovation. Meiner Meinung nach hätte sich das Expression-Team ein paar Ideen vom Office 12-Mannen borgen sollen – die scheinen sich diesbezüglich wesentlich mehr Gedanken gemacht zu haben. Naja, mal abwarten.



6 Kommentare

#1 von Dominik am 23.3.2006, 16:47 Uhr

Da solltest mal iWeb von Apple verwenden. Da kannst zwar absolut NIX (professionelles) machen, aber es macht unheimlich viel Spaß. Drag & Drop und geht schon!

#2 von Benedikt am 23.3.2006, 17:37 Uhr

Wird ohne Mac schwierig werden – naja, vielleicht demnächst. Ich war diesbezüglich vom Google Page Creator ziemlich positiv überrascht. Derzeit gibt’s nur eine Wartelise, mein Account wurde aber schon freigeschaltet.

iWeb und Page Creator sind halt nicht wirklich mit Expression vergleichbar. Intuitver mögen sie allemal sein, aber die Kunst wäre ja ein professionelles Tool, das viel kann, intuitiv zu gestalten.

#3 von Dominik am 24.3.2006, 9:02 Uhr

Ich bin mir nicht wirklich sicher ob das geht. Dafür ist das Web inzwischen einfach zu komplex. Schließlich gibt’s auch noch keine professionellen und intuitiven Photoeditoren, Textverarbeitungen, Videoeditoren, 3D-Tools…

Komplexe Aufgaben erfordern (zwangsweise) komplexe Lösungen um dem Ziel gerecht zu werden. Und auch wenn Office 12 vielversprechend ist bedeutet die Einfachheit doch nur dass viele Sachen einfach nicht mehr (oder halt am klassischen Weg) gehen. InDesign ist ja dann wieder »unbedienbar«…

#4 von Benedikt am 24.3.2006, 13:36 Uhr

zu komplex … Schließlich gibt’s auch noch keine professionellen und intuitiven Photoeditoren, Textverarbeitungen, Videoeditoren, 3D-Tools…

Du sagst es selbst: noch. Computer waren vor 20 Jahren auch »noch zu komplex« für jedermann (und rein von der zugrundeliegenden Technik sind sie das auch). Trotzdem kann heute jeder E-Mails verschicken. Komplexität ist allerhöchstens eine faule Ausrede für miserable Usability, sicher keine Entschuldigung.

Komplexe Aufgaben erfordern (zwangsweise) komplexe Lösungen

Komplexe Aufgaben erfordern vielleicht komplexe Technik (z.B. Google, Auto) aber sicher nicht komplexe Bedienung (z.B. Google, Auto). Das verstehen derweil leider noch die wenigsten Firmen und deswegen ist die meiste Software von Benutzerseite her auch Schrott.

Und auch wenn Office 12 vielversprechend ist bedeutet die Einfachheit doch nur dass viele Sachen einfach nicht mehr (oder halt am klassischen Weg) gehen.

Einfachheit bedeutet, dass Hauptaufgaben einfach erledigt werden können. Die »vielen Sachen« werden garantiert weiterhin funktionieren, aber sie werden den Hauptaufgaben nicht mehr im Weg stehen (so wie derzeit bei den meisten MS-Produkten der Fall). Außerdem sieht es laut Office-Blog nicht so aus, als würden sie Dinge einfach weglassen (obwohl sie das meiner Meinung nach könnten). Das wird man allerdings erst sehen, wenn’s fertig ist.

#5 von Dominik am 24.3.2006, 15:36 Uhr

Ja, OK, da hast du ja überall Recht. Es gibt für die Photohauptaufgaben ja auch Software wie Google Picasa, iPhoto & Konsorten. Mit denen sind wir beide zufrieden weil wir in dem Bereich nicht »on the edge« sind. Jeder der eine gewisse Liebe zu dem ganzen hat kämpft sich durch die immer umfangreichere Funktionsbibliothek von Photoshop.

Solange jeder in bestimmten Bereichen vorne dabei ist wird er mit komplexen Lösungen und (hoffentlich besser werdender) miserabler Usability klarkommen müssen. PHP-Editing in Webeditoren ist inzwischen eh »convenience«, aber da warst du schon viel früher dabei. Bis sich dein Level an Standard-Konformität durchgesetzt hat wird es neue Standards geben und neue coole Funktionen denen du nachjagen wirst. Und die werden dich plötzlich wieder in den Codeeditor zwingen.

Viele Dinge sind einfacher geworden einfach weil viel überflüssige Rechenpower da ist. Flexibles Layout in Textverarbeitungen ist heute ein Klacks und zoomen macht man auch In-Place…

Ich beziehe mich nicht auf »normale« Software. Ich sagte professionell! Und dann musst auch wissen wie du Google ausreizt oder wie der Turbolader deiner Racing-Karre funktioniert. Klar, insgesamt steigt das Level und es wird alles angenehmer…deshalb wird heute auch niemand mehr fürs Autofahren bezahlt, und schon gar nicht fürs Suchen im Netz.

#6 von Benedikt am 24.3.2006, 17:48 Uhr

Solange jeder in bestimmten Bereichen vorne dabei ist wird er mit komplexen Lösungen und (hoffentlich besser werdender) miserabler Usability klarkommen müssen.

Das stimmt. Meiner Meinung nach hängt das auch damit zusammen, dass bei neuen Methoden eventuell noch nicht ganz klar ist, wie man sie am besten benutzt (z.B. »AJAX-Funktionalität« im Webeditor – nur als Beispiel). Trotzdem bin ich der Meinung, dass viele Programme gerade die Standardaufgaben nicht ordentlich erledigen (z.B. Suche in Outlook).

Ich beziehe mich nicht auf “normale” Software.

Wahrscheinlich muss man zwischen normalen Anwendern (»Welche täglichen Dinge kann der PC vereinfachen?« z.B. Fotos, Musik, Kommunikation, Organisation) und professionellen Anwendern (»Wie kann ich dies und das produzieren?« Photoshop, Final Cut Pro, …) unterscheiden. Aber auch hier machen es sich viele zu einfach. Denn die Ausrede »Unser Tool ist halt für Profis, die sich auskennen«, bereuen sie spätestens dann, wenn es die Konkurrenz besser macht. Aber auch das könnte in die Kategorie »Wird mit der Zeit besser/Cutting Edge ist immer etwas roh, weil Erfahrung fehlt« fallen.


Kommentieren

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.