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Mein neues MacBook

23.6.2006·Kommentare:  9

Mein neues MacBook
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Am Dienstag kam nicht nur Mr. Bush nach Wien, sondern auch mein neues MacBook. Wegen Arbeit, einem kleinen Datentransfer-Horrortrip von Windows nach Mac OS und weil ich diesen Post versehentlich als »Private« markiert habe, gibt es meine ersten Eindrücke erst jetzt.

Hardware

Das MacBook ist wirklich ein sehr elegantes Notebook. Es gibt keine unnötigen Einbuchtungen, Kanten oder sonstige Verzierungen. Im zusammengeklappten Zustand wird das Display nicht von einem normalen Schnappverschluß sondern magnetisch zusammengehalten. Das gleiche gilt übrigens für den Stromstecker. Schön einfach, einfach schön.

Software

Der Hauptgrund für meinen Umstieg war aber nicht die Hardware, sondern das Betriebsystem. Als jahrelanger Windowsbenutzer hatte ich langsam genug von den vielen kleinen Unannehmlichkeiten von XP. Bis jetzt wurde ich in dieser Hinsicht von Mac OS X nicht enttäuscht. Viele Dinge kommen einem einfach durchdachter vor als bei der Konkurrenz aus Redmond. Man merkt z.B. sofort, dass OS X darauf ausgelegt ist, mit Fenstern zu arbeiten. Bei Windows hatte ich immer nur ein Fenster pro Anwendung offen und wechselte mit Alt+Tab zwischen den Programmen hin und her. Dank ausgeklügelter Funktionen wie Exposé und einer anderen Darstellung aktiver Applikationen ist es unter Mac OS wirklich einfach auch viele Fenster auf einmal zu managen.

Ebenfalls ein großes Plus: Standardsoftware wie iTunes, iPhoto, iCal, iDVD oder Mail. Während Windows-Notebooks immer mit oft eingeschränkter Software bestückt werden um Standardfunktionen wie DVD-Wiedergabe zu erledigen, liefert Apple gleich einen Haufen exzellenter Programme mit. Gerade in diesem Bereich merkt man, dass sich die Kalifornier Gedanken darüber machen, was ein Computer alles können sollte. iCal gefällt mir zum Beispiel deutlich besser als die Kalender-Komponente in Outlook. Die wichtigsten Funktionen sind sofort ersichtlich und man wird nicht mit 3000 Einstellungsmöglichkeiten konfrontiert, wenn man einen einfachen Termin eintragen will. Sicher bieten beide Programme einen vergleichenbaren Funktionsumfang. Aber iCal funktioniert einfach besser. Und: OS X ist einfach schöner!

Der Umstieg

Der Transfer meiner Daten von Windows war leider nicht so einfach und hat tagelanges Googlen erfordert. Am Ende hat zwar alles funktioniert, aber dass Apple willigen »Swichtern« keine solideren Lösungen anbietet ist schade.

Ich weiß, dass diese Eindrücke sehr euphorisch klingen. Deshalb möchte ich anmerken, dass mir sehrwohl bewusst ist, dass Mac OS nicht perfekt ist und auch einige Macken hat. Trotzdem glaube ich, dass es für mich einfach das geeignetere Betriebssystem ist.

Detaillierte Berichte zu den einzelnen Programmen, den Fein- und Eigenheiten von OS X gibt’s demnächst.


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9 Kommentare

#1 von Gernot am 25.6.2006, 19:47 Uhr

Ich komme mir vor als ob ich einer Mutter zu einer viel zu späten Geburt gratulieren müsste. 😉

GRATULIERE!

lg gernot

#2 von Benedikt am 25.6.2006, 23:10 Uhr

Danke, aber die »Geburt« hat wohl eher mein Konto vollbracht. War etwas schmerzhaft und die ersten Tage sind ziemlich anstrengend, weil man sich so drum kümmern muss (Programme installieren, Daten von Windows übertragen, …) – aber wenn einen der »Finder« einmal anlächelt … 😉

#3 von Alex am 28.6.2006, 1:33 Uhr

Hmm.

Als Alternative zu Windows gar nie Linux in Erwägung gezogen?

Bei »…langsam genug von den vielen kleinen Unannehmlichkeiten von XP…« hätt ich das irgendwie erwartet.

Oder wars vielleicht doch eher das Design und der gute Ruf? 😉

#4 von Benedikt am 28.6.2006, 12:35 Uhr

nie Linux in Erwägung gezogen?

Nein. Ich bin ein Fan von »simpel« und »funktioniert einfach«. Beides trifft auf die Linux-Welt – zumindest noch – nicht zu. Ja, ich weiß, es gibt Ubuntu. Aber die Benutzererfahrung ist nicht mit der von Mac OS X zu vergleichen. Ich gebe aber zu, dass ich mich aus zuvor genannten Gründen noch nie wirklich mit Linux auseinandergesetzt habe. Aber jedesmal wenn ich es benutze wird meine Meinung bestätigt. Bei Linux steht eben der Gedanke der freien Software im Vordergrund – und das ist toll. Meine Prioritäten liegen eben anders.

das Design und der gute Ruf?

Design: auch. Zumindest vorher – wenn man Aqua erstmal benutzt hat möchte man es nicht mehr missen. Guter Ruf: ja.

#5 von Christoph am 28.6.2006, 22:28 Uhr

Darf ich mal einwerfen, dass MacOSX eigentlich auch ziemlich viel Linux in sich hat?!

#6 von Benedikt am 28.6.2006, 22:39 Uhr

Klar – obwohl es genau genommen Unix ist. 😉

Meine Entscheidung war aber nicht von der zugrundeliegenden Technologie abhängig. Ich glaube, niemand wählt Mac OS, weil es unixbasiert ist. Wenn man sich entscheidet Windows den Rücken zuzukehren, dann geht man entweder den Weg der freien Software (ewig verwendbare Datenformate, …) oder den der guten und durchdachten Benutzererfahrung. Letztere war mich einfach entscheidend. Diese Dinge müssen sich nicht ausschließen und ich glaube, dass man unter Linux sogar beides haben könnte (hat man aber derzeit nicht).

Ein direkter Vergleich auf dieser Ebene zwischen dem benutzerfreundlichsten Linux (Ubuntu? Pendants zu iTunes, iPhoto, …) und Mac OS X wäre aber sicher interessant.

#7 von Alex am 29.6.2006, 16:06 Uhr

Nun ja, zumindest was die neue Ubuntu angeht, soll das Ding ja sehr benutzerfreundlich sein. Hat halt von Haus aus nicht diese, ich nenn’ es mal Spielereien, die OSX so berühmt (und benützbar) machen.

Das Zauberwort heißt compiz, wobei das in vielen Punkten noch viel mehr macht, als der Apple X - und mit allen Features aktiviert sicher über’s Ziel kräftig hinausschießt.

Benützbar sind nach gewisser Einarbeitungszeit beide sehr viel besser als Windows. Die Frage ist nur, ob man sich lieber mit Linux oder lieber mit OSX beschäftigt.

#8 von Benedikt am 2.7.2006, 21:49 Uhr

Nun ja, zumindest was die neue Ubuntu angeht, soll das Ding ja sehr benutzerfreundlich sein

Ich könnte es ja mal auf meinem alten Windows-Notebook testen.

Das Zauberwort heißt compiz, wobei das in vielen Punkten noch viel mehr macht, als der Apple X

Davon hab ich schon gehört und ich bin gespannt wie sich das weiter entwickeln wird.

#9 von Christoph am 3.7.2006, 15:20 Uhr

Aber probier nicht von einer alten Version upzudaten (wie ich zB, 5.04 auf Dapper, das war der pure Horror!)


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