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Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

★★★★☆·30.9.2006·Kommentare:  2

Ohne Patrick Süskinds Roman gelesen zu haben, finde ich Tom Tykwers Filmversion trotzdem gelungen. Allerdings offenbart »Das Parfum« eine der großen Schwächen des Kinos.

Da gibt es diese Form der Unterhaltung schon über 100 Jahre und trotzdem gelangen erst zwei menschliche Sinne in den Genuß dieses Mediums: Hören und Sehen. Und genau das ist auch die größte Herausforderung, der sich Regisseur Tom Tykwer stellen musste. Auf visueller Ebene hat er diese durchaus gemeistert. Selbst wenn man die diversen Schön- und Grauslichkeiten auf der Leinwand nicht riechen kann, so wird dem Gehirn ausreichend visuelles Erinnerungsmaterial geliefert.

Trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden gibt es kaum Längen. Das Gefühl, dass eine Buchvorlage für die Leinwand malträtiert wurde kommt (zumindest bei »Nichtlesern« wie mir) nicht auf. Selbst wenn einige Passagen abgeändert oder gekürzt wurden, so wirkt die Geschichte ausgesprochen rund und ist definitiv ein Kinoticket wert.

Cineastischer Duft 4.5 von 5 Sternen


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2 Kommentare

#1 von Elmar am 2.10.2006, 15:11 Uhr

Hab das Buch vor längerer Zeit gelesen (deswegen auch schon wieder ein bissi was vergessen) aber war trotzdem vom Film überzeugt! Einer der wenigen Filme (oder doch der einzige den ich bisher gesehen hab?) wo der Film nach dem Lesen des Buches nicht enttäuscht hat. Gerade die Gerüche, die im Buch so lebendig geschildert werden sind im Film mit tollen Bildern und Bildabfolgen extrem gut wiedergegeben! Teilweise hab ich zu Anfang des Films die Kostüme etwas übertrieben »abgfuckt« mittelalterlich empfunden, das wird aber vom Rest des Films mehr als kompensiert. Bin 100% mit deinen 4.5 Sternen einverstanden!

#2 von Benedikt am 3.10.2006, 10:42 Uhr

Gut zu wissen, dass auch Lesern der Film gefällt – hab das schon von mehreren gehört.

Die Kostüme fand ich eigentlich ganz ok und das dreckige Ambiente hielt ich für sehr realisitsch. Das einzige Problem ist meiner Meinung nach, dass wegen der hohen Bild-Qualität (digitale Projektion) auch Maden in einer toten Ratte aussehen, wie ein Keks-Werbespot. Sicher ist es irgendwie grauslich, aber eben in Hochglanz …


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