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Groupdate ist tot, es lebe Doodle

22.10.2006·Kommentare:  3

Was passiert, wenn man zulange mit der Realisierung eines Projekts wartet? Jemand anderer macht es. Im Fall von Groupdate, einem kleinen Webservice, dass die Auswahl eines Termins für ein Treffen erleichtern sollte, tat dies Michael Näf. Sein Projekt nennt sich Doodle und funktioniert sogar besser als Groupdate.

Bevor ich erkläre warum, eine kurze Beschreibung wie man das Service benutzt:

Bei Groupdate war die Verfügbarkeit von Kontaktdaten bzw. E-Mailadressen das Kernproblem. Irgendwie dachte ich, für den Anfang würde es reichen, die Adressen der Teilnehmer manuell in ein Textfeld einzugeben. Das wäre zwar mühsam gewesen, aber für den Anfang hielt ich diesen Ansatz für durchaus zumutbar. Die wesentlich elegantere Methode ist natürlich, den Teil mit dem Verschicken der Einladung gleich komplett auszulagern. Der Benutzer erhält nur einen Link zum Treffen, den er selbst mit seinem Mail-Programm an die Teilnehmer verschicken kann. Michael hat das wirklich toll gelöst und eine sehr praktische Anwendung ins Netz gestellt, die auch schon recht erflogreich sein soll. Gratulation!

Groupdate
Flickr ›

PS: Wen’s interessiert, ich hab ein paar Groupdate-Screenshots aus der Planungsphase auf Flickr gestellt.


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3 Kommentare

#1 von Pietropizzi am 23.10.2006, 16:09 Uhr

Schade, dass dich jemand bei deiner Idee schon überholt hat, es zeigt allerdings, dass das Interesse für so eine einfache Lösung gegeben ist. Finde es auch sehr sympatisch wie du mit Umstand umgehst!

#2 von Elmar am 24.10.2006, 14:45 Uhr

Tja wirklich schade, dass Doodle schneller war. Allerdings glaube ich nicht, dass es nur EINEN geben kann. Ich würde groupdate deshalb nicht aufs Abstellgleis stellen - Doodle hat nämlich schon noch seine Macken. z.B. kann man wenn man seine Auswahl nicht mehr nachträglich verändern (wenn einem einfällt dass man an einem bestimmten Termin doch Zeit hat oder halt doch nicht), sondern muss alle eigenen Angaben löschen und sie neu eingeben - ist mir gerade erst negativ aufgefallen, weil ich wegen deines Artikels Doodle mal mit ein paar Freunden testen wollte.
Die Sache mit dem Link verschicken statt Mailadressen eintippen ist natürlich schon ein Vorteil (den man ja im Groupdate übernehmen könnte). Vom Layout her finde ich die Previews von Groupdate jedenfalls deutlich ansprechender als Doodle!
Mein Fazit: Bleib am Ball!

#3 von Benedikt am 24.10.2006, 20:06 Uhr

Danke für euer positives Feedback!

Pietropizzi, stimmt. Es ist gut zu wissen, dass es offensichtlich Bedarf an einer so einfachen Lösung gibt.

Elmar, sicher kann es mehr solcher Services geben. Aber der mit der einfachsten Lösung hat die besten Karten. Damit ich da gleichziehen könnte, müsste ich mir zumindest die Idee mit Verschicken des Links »borgen« und das fühlt sich irgendwie nicht richtig an.

Das mit dem Ändern der Daten im Nachhinein mag vielleicht stimmen, hätte ich aber in der ersten Version auch nicht eingplant – vielleicht als Feintuning in einer späteren Phase.

Das mit dem Layout mag stimmen, aber wie Matt Mullenweg schon gesagt hat: »Technology doesn’t matter. Design doesn’t matter.« Sprich, die Ästhetik ist nicht wirklich ausschlaggebend. Sie kann natürlich das Zünglein an der Waage sein wenn die Produkt fast gleich sind, aber selbst dann wäre Groupdate immer noch der Nachzügler.

Ich hatte allerdings die Idee, Treffen öffentlich zugänglich zu machen. Benutzer könnten eine Einladung zu einem bestimmten Treffen erbitten, die man über Stichwörter oder Location-Listen finden kann. Weiß nicht, ob das funktionieren würde, aber es hat Potenzial.


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