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Flags of our Fathers

★★★★☆·4.2.2007·Kommentare:  0

Clint Eastwood erzählt mit »Flags of our Fathers« die Geschichte jener sechs US-Soldaten, die im Februar 1945 die amerkanische Flagge auf der heiß umkämpften Insel Iwo Jima hissten. Das Foto zählt zu den berühmtesten des 2. Weltkriegs, sein tragischer Hintergrund ist allerdings weit weniger bekannt.

Der Film schildert einerseits das Kriegsgeschehen auf Iwo Jima und andererseits die Auftritte der drei überlebenden Abgelichteten, die in den Staaten mit dem Foto die Werbetrommel für Kriegsanleihen rühren sollen. Eastwood nutzt das Kampfgeschehen um in Rückblenden die große Kluft zwischen Krieg, wie ihn Soldaten erleben, und der Vorstellung von Heldentum der Zivilbevölkerung zu verdeutlichen. So werden die Protagonisten von ihren Erinnerungen geplagt und kommen mit der ihnen aufgezwängten Heldenrolle nicht zurecht. Dieser Ansatz ist spannend und gut umgesetzt.

Eastwood konzentriert sich allerdings nicht zu sehr auf die Gräuel des Krieges, sondern vielmehr auf die Frage, warum jemand zum Held wird. Um Missverständnissen vorzubeugen: »Flags of our Fathers« ist grausam und tragisch, die schockierendste Kriegssequenz ist und bleibt aber weiterhin die Eröffnungszene aus »Der Soldat James Ryan«. Eastwoods Film geht in eine andere Richtung und leistet dabei Großes, ohne in Pathos oder Patriotismus abzudriften.

»Flags of our Fathers« hat allerdings auch ein paar Schwächen. Es gibt viele Gesichter, zu denen man sich nur schwer die Namen merkt und auch die Erzählweise hätte mehr Feinschliff vetragen. Im Großen und Ganzen ist Eastwoods Vorstufe zu »Letters from Iwo Jima«, der Ende Februar startet und das Geschehen aus japanischer Sicht schildert, ein empfehlenswerter Film.

tragisch 4 von 5 Sternen


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