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Stirb langsam 4.0

★★★★☆·28.6.2007·Kommentare:  0

Es ist schwer, einer 20 Jahre alten Legende eine Fortsetzung zu spendieren. Insofern haben Regisseur Len Wiseman und seine Mannen die Aufgabe gut gemeistert. John McClane (Bruce Willis) und Hacker-Sidekick Matt Farrell (Justin »I’m a Mac« Long) sausen durch ein zeitgemäßes Action-Spektakel, dass die Erwartungen zwar nicht ganz erfüllt (wie könnte es auch), aber sehr gut gemacht und unterhaltsam ist.

Klar, die Story ist lächerlich: Virtueller Terrorismus nennt sich diesmal die Bedrohung. So hacken sich Nerds durch übertriebene Flash-Animationen und setzen der Gesellschaft durch die Abschaltung lebenswichtiger Systeme zu. Klingt langweilig, wenn es da nicht McClane gäbe, der mit dem bewaffenten Part der Terroristen in bewährter Manier auf Tuchfühlung geht.

Handfest und echt, sprich ohne viele Computereffekte, soll Teil 4 sein. Aber: Wo McTiernan einst mit spartanischen Mittelen effektiv eine U-Bahn-Explosion mitten in New York aus dem Hut zauberte, müssen diesmal doch CGI-Effekte herhalten. Ja, Willis behauptet in einem Interview zwar Gegenteiliges, bezieht sich damit aber wohl auf die Mann-zu-Mann-Action.

McClanes Sidekick Farrell (Justin Long) sorgt neben dem klassischen Generationenkonflikt für ein paar humorvolle Einlagen. Im Großen und Ganzen ein gelungener Nebenpart, der nicht auf die Nerven fällt. So gesehen ist »Stirb Langsam 4.0« ein Film, auf den ich schon lang gewartet habe (und folglich selten püntklich zum Kino aufgebrochen bin): Schnittige Action und ein sprüchklopfender, blutender Held (wann gab’s das zum letzten Mal?). Dass die 130 Minuten dabei wie im Flug vergehen und zu kurz wirken, spricht für den Film.

Was stört: Bei einigen Totalaufnahmen der Stadt wurden anscheinend Archivaufnahmen verwendet, die nicht wirklich zum Rest des Films passen. Ein besonders großer CGI-Effekt kann zudem nicht ganz überzeugen. Der Showdown kommt relativ überrschaschend und ist gar etwas kurz ausgefallen. Die Methode, mit der McClane seinen Widersacher zur Strecke bringt, kann man darfür wieder als innovativ bezeichnen. Vor allem gegenüber Teil 1 und 2 kommt »Stirb Langsam 4.0« außerdem relativ entschärft daher und es gibt einige Szenen, die gekürzt wirken. Man darf sich also auf die FSK-18-DVD freuen. Alles in allem sind das aber Kleinigkeiten, die den Filmgenuß nicht wirklich trüben.

Als Fan kurzweiliger Action, die sogar mit der einen oder anderen Überraschung aufwartet, kann man mit »Stirb Langsam 4.0« nichts falsch machen.

Yippi-ki-yay motherf4 von 5 Sternen!



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