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Der Bockerer – Warum ist die DVD so mies?

10.9.2007·Kommentare:  0

Obwohl man mich als Film-Fan bezeichnen könnte, hab ich doch den einen oder anderen Klassiker noch nicht gesehen. Dazu zählte bis vor Kurzem auch »Der Bockerer« von Franz Antel, den ich mir eben auf DVD angeschaut habe. Der Film ist in der Tat sehenswert und zurecht ein Stück österreichische Filmgeschichte. Was mich zum eigentlichen Grund dieses Artikels führt: Die technische Umsetzung der DVD ist leider eine Zumutung. Warum wurde seitens BMG nichts, aber auch gar nichts unternommen, um den Film für künftige Generationen zu bewahren?

Der Ton quetscht sich in übersteuertem Mono (!) aus dem Center-Speaker, bei jedem S-Laut glaubt man, dass einem die Boxen um die Ohren fliegen. Der Digitaltransfer ist eine einzige Katastrophe (schwarze Flankerl überall), das Bild trotz Kinoformat (immerhin 1,66:1) auf 4:3 codiert. Das bedeutet, dass bei einem Breitbild-Fernseher oder -Beamer nicht nur links und rechts schwarze Balken angezeigt werden, sondern auch oben und unten.

Wie man eine vielbejubelte Sternstunde des österreichischen Films nur so verkommen lassen und lieblos auf eine Silberscheibe pressen kann, ist mir ein Rätsel. Ein gerade in dem Fall interessantes Audiokommentar von Franz Antel, der leider Mitte des Jahres verstorben ist, hat man sich grundlos Jahrzehnte lang entgehen lassen, ebenso wie ein von ihm abgesegnetes Remastering (Bild und Ton hätten’s bitter nötig!).

Insgesamt ein unschönes Beispiel dafür, wie man sich auch für den günstigen Preis von 9,99 Euro doch noch über den Tisch gezogen vorkommen kann (ja, auch wenn Teil 2 mit auf der DVD ist).


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