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30 Days of Night

★★★★☆·6.1.2008·Kommentare:  0

Es ist der letzte Sonnentag in Barrow, einem Ort im nördlichsten Alaska. Danach legt sich für 30 Tage Dunkelheit über das kleine Städtchen am Polarkreis. Während der Großteil der Bewohner der depressiven Stimmung wie jedes Jahr per Flugzeug entflieht, geht Sheriff Oleson (Josh Hartnett) einigen ungewöhnlichen Vorfällen nach. Als dann auch noch ein unheimlicher Fremder (Ben Foster) auftaucht und sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen, scheint das Schicksal der verbliebenen Bewohner besiegelt

David Slades (»Hard Candy«) Verfilmung des gleichnamigen Comics ist ein äußerst atmosphärischer und spannungsgeladener Horrorfilm geworden. Beeindruckend sind dabei vor allem die Aufnahmen in und um Barrow, die eine besonders beklemmende Stimmung vermitteln.

Interessant ist auch der Ansatz, dass die zurückgebliebenen Protagonisten eigentlich keine Chance gegen die einfallenden Vampire haben. Die ausreichend vorhandene Action bewegt sich so – für das vorgegebene Szenario – auf einem glaubwürdigem Level und ist nebenbei bemerkt erstklassig und kohärent ausgeführt.

Neben der guten Geschichte überzeugt vor allem die robuste technische Umsetzung. Die vielen vorhandenen Grauslichkeiten werden hier nicht nur schnell angerissen sondern tatsächlich gezeigt, manchmal in einem schon lange nicht mehr dagewesenen Detailgrad. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, für einen Film wie diesen ist das aber durchaus angebracht.

Einziger Kritikpunkt sind die Zeitsprünge, die hin und wieder einige Tage der einmonatigen Dunkelheit auslassen. An sich wäre das kein Problem, da die Vampire aber als intelligente (und extrem durstige) Lebewesen mit eigener Sprache dargestellt werden, fragt man sich als Zuschauer aber, wo für diese die Schwierigkeit im Aufspüren der restlichen Bewohner besteht und was diese den lieben langen Tag so treiben.

Abgesehen von diesem kleinen »Plothole« ist »30 Days of Night« aber ein sehr empfehlenswerter und atmosphärischer Horrorfilm in handwerklicher Perfektion.

Unterhaltsam und ein bisschen anders 4 von 5 Sternen


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