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I am Legend

★★★★☆·15.1.2008·Kommentare:  0

Ich mag Will Smith. Früher ein Garant für gut gemachte Unterhaltung, heute unter anderem ein Magnet für Kinder mit ADS. Letztere nahmen nämlich genau neben mir Platz und feierten jede Aufmerksamkeitsspanne, die zwei Sekunden überstieg, durch Kommentieren des eben Gesehenen: Ein iPod! Ein Mac! Was ist mit denen passiert?1 … Ganz klar eine der nervigsten Vorstellungen in den letzten Monaten. Doch zum Film

Gleich vorweg: »I am Legend« ist nicht der klassische Zombie-Film. Im Grunde begleitet der Zuschauer den Militärwissenschafter Robert Neville (Will Smith), der verzweifelt nach einem Gegenmittel für ein ausgebrochenes Zombie-Virus sucht. Er ist als letzter Überlebender (bzw. Mensch) in Manhattan zurückgeblieben, wo er ein wortkarges Leben im Stil von Robinson Crusoe führt und sich in Rückblenden an das Schicksal seiner Familie erinnert.

Die Erzählweise ist ein wenig ungewohnt aber spannend, zumal im Herzen New Yorks nachts die verbliebenen Mutantenbewohner auf Nahrungssuche gehen. Zudem brilliert Will Smith in Konversationen mit seinem Hund, der ihm als einziger Gesprächspartner geblieben ist. Einziger Kritikpunkt sind die Computereffekte, die den Stand derzeitiger Technik vor Augen führen: Leblose Objekte sind top und nicht mehr von »echten« Aufnahmen zu unterscheiden, Lebendiges wie Zombies wirkt nach wie vor künstlich. Abgesehen davon bietet »I am Legend« aber solide Unterhaltung mit einem brauchbaren Ende.

Spannend 4 von 5 Sternen


  1. Bezogen auf die Schaufenster-Puppen mit denen sich Robert Neville (Will Smith) in der Videothek unterhält. Kein Witz. Erinnert mich stark an Gernots Erfahrung während »Der Herr der Ringe: Die zwei Türme«. Manchmal glaube ich, dass die Alterseinstufung nicht die Psyche, sondern die Gehirnwindungen der Kinder schützen soll.

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