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Ein Jahr Nichtraucher

29.6.2008·Kommentare:  0

Heute vor genau einem Jahr habe ich das Rauchen aufgegeben. Über meine Erfahrungen beim Aufhören hab ich schon ausführlich geschrieben und viel ist dem nicht mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht die nochmalige Empfehlung von Allen Carrs »Endlich Nichtraucher« (ich borg meine Ausgabe auch gern her). Ich weiß, Bücher die derart wirken und gelobt werden haben oft einen etwas sektenartigen Beigeschmack.

Wer sich aber entschließt aufzuhören, kann bei dem niedrigen Anschaffungspreis nichts falsch machen und wird nach der Lektüre auch nicht zum pedantischen Nichtraucher. Selbst wenn es für mich nicht ganz so einfach war wie im Buch beschrieben, hat es trotzdem geklappt, weil die Idee hinter dem Ansatz einfach stimmt.

Worauf im Buch leider nicht eingegangen wird, ist die Tatsache, dass das Leben nach dem Aufhören nicht ganz so ist, wie vor dem Anfangen. Die positiven Momente der Entspannung, die man mit dem Rauchen verbindet und welche das Buch übrigens wissenschaftlich hervorragend entlarvt, verankern sich anscheinend irgendwie im Unterbewusstsein. Zumindest ist das bei mir so. Obwohl ich heilfroh bin, das Laster los zu sein, gibt es ganz selten doch Momente, wo ich mit dem Gedanken spiele, mir eine anzuzünden. Das ist im letzten Jahr 3-4 Mal und eigentlich nur aus Frust passiert. Ich nehme an, es hat damit zu tun, das Rauchen für mich gedanklich als Zeichen der Unzufriedenheit und des Protests gilt – und deswegen hab ich auch damit angefangen. Wahrscheinlich ist das bei jedem je nach Lebenssituation anders und womöglich funktioniert das Buch bei den meisten ohne diese »Nebenwirkungen«. Was für mich zählt ist, dass ich mich nicht regelmäßig nach einer Zigarette verzehre und ans Rauchen gar nicht mehr denke.

Und selbst in besagten 3-4 Momenten fungierte die Logik des Buchs auch Monate nach der Lektüre noch als zuverlässiges Sicherheitsnetz.

 


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