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Eindrücke von Google Chrome & IE8 Beta 2

6.9.2008·Kommentare:  0

Endlich kommt wieder ein bisschen Schwung in den Browser-Markt. Vor zwei Wochen stellte Microsoft die zweite Beta vom Internet Explorer 8 ins Netz und letzten Dienstag überraschte Google mit Chrome. Hier kurz meiner ersten Eindrücke:

IE8 Beta 2

Um ehrlich zu sein, kümmere ich mich nicht mehr groß um den Browser aus Redmond. Egal, was Microsoft in seine Browser-Abteilung reinbuttert, der IE ist allen immer hoffnungslos hinten nach. Am Furchtbarsten ist immer noch die Zeitspanne, die beim Öffnen eines neuen Tabs vergeht – das dauert locker 2 Sekunden und macht den Browser für den Produktiveinsatz einfach ungeeignet. Immerhin soll Version 8 CSS 2.1 vollständig unterstützen – während Safari und Firefox (ab Version 3.1) bereits vorausgreifen und die heiß ersehnten Web Fonts aus CSS3 anbieten bzw. anbieten werden. Und was soll dieses missverständliche Icon einer kaputten Seite, das neben der Adresszeile bei anscheinend jeder Seite außer microsoft.com angezeigt wird? Kompatibilitätsmodus schön und gut, aber mein Blog ist XHTML 1.0 strict (Update: Wie ich gerade feststelle nicht diese Seite, aber die Startseite und da wird der Button auch angezeigt) – da hat dieses Icon nix neben der Adresszeile verloren.

Google Chrome

Während sich so mancher Datenschutz-Affine bei der Veröffentlichung von Googles Chrome wahrscheinlich kurz am Kopf gekratzt und ein sarkastisches »wirklich?« ausgestossen hat – und das vollkommen berechtigt (Update: Matt Cutts sieht das anders) – bietet Googles Browser immerhin eine außerordentlich gute Benutzeroberfläche.

Als Windows-XP-User (nur in der Arbeit) fällt einem sofort der an Vista angelehnte Look auf. Obwohl ich kein Fan von Software bin, die sich über Standard-UI-Elemente hinwegsetzt, hat das Google geschmackvoll hinbekommen – und XP ist ja nicht mehr wirklich taufrisch. Zudem ist das Tab-System richtig umgesetzt und über der Adresszeile platziert. Das kannte man bisher nur von Opera und dort kann man Tabs nur old-school verschieben: Zieht man einen Tab, zeigt ein Pfeil an, wo der Tab landen wird. Das ist bei Chrome viel schöner, weil direkter, gelöst: ein angepackter Tab wandert mit dem Cursor mit, andere Tabs machen Platz und verschieben sich von selbst. Und das alles unglaublich schön, flüssig und smooth (kennt man bei XP-Interfaces eigentlich gar nicht so). Webseiten stellt Chrome übrigens mit Webkit, der Renderengine en vogue, dar, weshalb das Teil auch so schnell ist und in diversen Benchmark-Tests so gut abschneidet.

Chrome wäre echt ein Browser zum Benutzen, wenn Google nicht immer diesen ganzen Datensammel-Zirkus veranstalten würde – aber das ist eben deren Geschäftsmodell und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Fazit: Ich bleib am Mac vorerst bei Safari und unter Windows bei Firefox.


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