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Wie schreibt man W-Lan?

7.8.2009·Kommentare:  4

Ich starte den Versuch einer neuen Blog-Serie namens »Wie schreibt man … ?«. Heute: W-Lan.

Jeder kennt es, fast jeder nutzt es, das Wireless Local Area Network. In schriftlicher Form findet man allerorts »WLAN«. Nach den Regeln, pardon, Richtlinien deutscher Akronym-Schreibung (siehe auch »Wall·E« – Die ultimative typografische Herausforderung) ist das aber nicht ganz korrekt. Denn niemand sagt »We-el-a-en« zum drahtlosen Netzwerk.

Wie also dann? »Wlan« hört man nie (man liest es aber leider hin und wieder), »WLan« mit Binnenmajuskel-L ist bestenfalls ein Kunstwort. Wer anhand der Aussprache logisch vorgeht, landet unweigerlich bei »W-Lan«. Diese Variante ist meine erste Wahl, andere Meinungen würden mich natürlich trotzdem interessieren.


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4 Kommentare

#1 von tmuel am 8.8.2009, 19:01 Uhr

Ich würde einfach im aktuellen Österreichischen Wörterbuch nachschlagen, ich hab jetzt keines zu Hause, aber unter
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichisches_W%C3%B6rterbuch
findet man einige kurze Auszüge, etwa »skypen«, »smsen« … aber leider nicht »Wlan«

#2 von Benedikt am 11.8.2009, 8:25 Uhr

Danke für den Link, obwohl grad Wikipedia bei W-Lan eine andere Schreibweise vertritt.

Mein Österreichisches Wörterbuch ist von ca. 1990, mein Duden von 2000, sollte mir wohl mal neue Nachschlagewerke gönnen. 😉

#3 von Elmar am 18.8.2009, 20:02 Uhr

also ich bin eher für WLAN, die aussprache ändert daran nichts, man sagt ja schließlich auch nicht en-a-te-o für NATO und schreibt es trotzdem mit 4 majuskeln!

#4 von Benedikt am 24.8.2009, 23:14 Uhr

Weswegen ich (und z.B. auch DiePresse.com) Nato schreiben würde.

Soweit ich weiß gibt’s keine fixen Regeln für Akronym-Schreibung, aber wenn man die Schreibweise als Grundlage für die Aussprache heranzieht, dann ergeben diese Richtlinien zumindest Sinn. Ein Beispiel: Die Nato spricht man als Wort aus, die EU – obwohl locker von der Zunge gehender Zwielaut – aber nicht. Beides in Großbuchstaben zu schreiben erscheint unter diesem Blickwinkel unlogisch.

Die Namen 1:1 vom »Firmenschild« zu übernehmen mag eine Möglichkeit sein. Bei der Bawag beispielsweise macht das aber, außer der Bank selbst, niemand. Zudem würde das Schriftbild ziemlich in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn jeder dritte Satz ein Majuskelmonster beherbergt.


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