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District 9

★★★★★·22.9.2009·Kommentare:  1

Man stelle sich vor, Außerirdische landen auf der Erde. Und dann stelle man sich vor, es passiert genau das Gegenteil von »Independence Day«. Ungefähr das ist die Ausgangslage von »District 9«, in dem ein gigantisches UFO über Johannesburg bruchlandet.

Kino-Debütant Neill Blomkamp zauberte mit Produzent Peter Jackson ein brillantes und ungewöhnliches Stück Science-Fiction auf die Leinwand, dass auch Nicht-Fans begeistern dürfte. Dabei sticht nicht nur die ungewöhnliche Heldenwahl hervor, sondern auch die vielen Ebenen auf der »District 9« funktioniert. Die teilweise als Dokumentation aufgezogene Inszenierung beleuchtet neben den Science-Fiction- und Action-Aspekten vor allem die politische Seite der Bruchlandung, die ein erschreckend realisitisches Was-wäre-wenn-Szenario zeichnet. Obwohl man sich diesem Blickwinkel den ganzen Film über nicht entziehen kann, kommen auch Anhänger eher klassischer Filmemacherei auf Ihre Kosten. Effekt- und stilmäßig spielt »District 9« nämlich ganz vorne mit und die Spannung ist aufgrund der Unvorhersagbarkeit enorm.

Schwächen zeigt der Film kaum, allerdings hat man beim deutschen Synchronsprecher etwas daneben gegriffen. Seine Intonation wirkt vor allem zu Beginn ein bisschen so, als hätte man einen Home-Shopping-Dolmetscher hinters Mikro gestellt (im späteren, für den Hauptcharakter wesentlich stressigeren Verlauf des Films, wird’s besser). Dazu gesellen sich ein par klitzekleine dialogtechnische – von der Synchronisation unabhängige – Stilbrüche, die aber gemeinsam mit erstgenanntem Fauxpass dem Filmgenuss keinen Abbruch tun.

Nicht verpassen– 5/5


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Ein Kommentar

#1 von Pietropizzi am 22.9.2009, 9:17 Uhr

Kann mich nur anschließen, sehr empfehlenswert! So eine Unberechenbarkeit ist man von keiner Hollywood Produktion mehr gewöhnt. Man weiß einfach zu keiner Zeit was man als nächstes ertwarten soll, super.


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