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Test: »MagicGrips« – Ergonomie-Upgrade für die Apple »Magic Mouse«

4.5 / 5Sterne·31.12.2017·Kommentare:  0 · ~ 3 min

Bei Apple-Zubehör stimmt zwar oft der Ansatz, aber es hapert bei der Umsetzung:

Für letzteres Problem gibt es vom Apple-Accessoire-Hersteller ElevationLab einen Workaround in der Form von seitlich montierbaren Gummibacken, auch »MagicGrips« genannt, welche die Ergonomie der »Magic Mouse« verbessern sollen.

Auf einen Blick

  • + Verbessert Ergonomie wesentlich
  • + 2 Varianten für Daumen-Grip
  • + Günstig
  • - Einmalmontage mit Klebenstreifen
  • - Gewöhnungsbedürftige Optik

Packungsinhalt und Montage

In der einfachen Kartonverpackung befinden sich neben der kurzen Anleitung drei Gummibacken, davon …

… die alle mit einem Klebestreifen von 3M versehen sind.

Hat man sich, wie in der Anleitung empfohlen, im Trockentraining für die symmetrischen Backen oder, wie in meinem Fall, für den größeren Daumen-Grip entschieden, kann man die Backen montieren – unterstützt wird sowohl das alte (mit Batterien) als auch das neue (mit Akku und Lightning-Anschluss) Modell der »Magic Mouse«. Für optimalen Halt sollte man diese dazu vor dem Anbringen seitlich reinigen. Anschließend werden die Backen genau mittig (vorher evtl. abmessen und markieren) an die Seiten der »Magic Mouse« geklebt.

Keine Einschränkungen im Betrieb

Obwohl die »MagicGrips« durch ihre Wölbung auch über die Unterseite der »Magic Mouse« reichen, gleitet diese weiterhin über ihre eigentlichen Gleitschienen. Und obwohl ihr Rand über die Klickfläche erhaben ist, wird das Klickverhalten dadurch nicht beeinflusst. Die »MagicGrips« sind also durchdacht designed und wirken sich wirklich nur auf die Ergonomie aus.

Kleine Kritikpunkte: Optik, Farbwahl, Wiederverwendbarkeit

Man sieht bereits auf den Produktfotos: Eine mit »MagicGrips« getunte »Magic Mouse« sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus; für Fans von elegantem Apple-Design ist das dann doch etwas störend. Ich frage mich, ob man diesen Faktor einfach durch weiße »MagicGrips« eliminieren hätte können (natürlich würde man dann wiederum Schmutz stärker sehen). Auch der asymmetrische Look, wenn man den dickeren Daumen-Grip wählt, sieht nicht unbedingt gut aus – auch wenn die »MagicGrips« ihre eigentliche Aufgabe makellos erfüllen, ist ihre aktuelle Form vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Dies sind aber, wenn überhaupt, nur ganz kleine Kritikpunkte, die – vor allem in Anbetracht der Anschaffungskosten (dazu gleich mehr) – zu vernachlässigen sind.

Eher problematisch ist der Umstand, dass die »MagicGrips« aufgrund ihrer Klebestreifen halt nur einmal angebracht werden können. Auch wenn sich diese laut Verpackung nach dem Anbringen wieder ablösen lassen, würde ich nicht darauf wetten, dass die Klebestreifen nach Entfernen der »MagicGrips« noch gut haften. Kurz, entfernbar ja, wiederverwendbar nein. Dass man die »MagicGrips« überhaupt wieder entfernen möchte, ist aber ohnehin sehr unwahrscheinlich.

Verbesserte Ergonomie

Die bessere Ergonomie merkt man nach der Montage sofort: Die Seiten der »MagicGrips« fühlen sich dabei nicht nur wesentlich angenehmer an, als die harten Kanten der Touch-Oberfläche, die »Magic Mouse« ist mit dem dickeren Daumen-Grip auch spürbar breiter. Auf meinem Schreibtisch stehen sowohl die »Magic Mouse« also auch die ergonomisch wesentlich bessere Logitech »M720 Triathlon«. Seit Anbringen der »MagicGrips« greife ich aber praktisch nur mehr zur »Magic Mouse«. Die Gesamtergonomie der »M720« ist sicher nach wie vor besser, aber das Scrollverhalten der »Magic Mouse« samt Ergonomie-Upgrade durch die »MagicGrips«, machen sie für mich aktuell zur ersten Wahl.

Mit 13 Dollar ein exzellentes Preis/Leistungsvehältnis

Die »MagicGrips« sind von der Konstruktion her natürlich ein relativ einfaches Produkt. Gerade im Apple-Umfeld sind 13 Dollar aber ein fairer Preis. Für Lieferungen nach Europa (bzw. in meinem Fall Österreich) kommen allerdings noch einmal 13 Dollar für Versand hinzu – ein kleiner Wermutstropfen. Immerhin haben die niedrigen Anschaffungskosten noch einen weiteren Vorteil: Da der Warenwert weit unter 22 Euro liegt, entfällt (in Österreich) neben der Zollgebühr auch die Einfuhrumsatzsteuer. Man kann also problemlos aus den USA bestellen und muss nur die relativ hohen Versandkosten in Kauf nehmen.

Fazit

Dank ihrer günstigen Anschaffungskosten kann ich die »MagicGrips« all jenen uneingeschränkt ans Herz legen, die das exzellente Scrollverhalten der »Magic Mouse« zu schätzen wissen, sich dieses aber in einem ergonomischeren Gehäuse wünschen würden. Statt mindestens 50 Euro für brauchbare Alternativen mit schlechterem Scrolling auszugeben, sollte man vorher auf jeden Fall den »MagicGrips« eine Chance geben.

Praktisch und günstig ★★★★½


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