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Kritik: »Avengers: Infinity War«

Spoilerfrei·4.5 / 5Sterne·26.5.2018·Kommentare:  0Retweets:  0 1

»Infinity War« sieht man jeder einzelnen Einstellung an, dass es sich um ein klassisches Marvel-Produkt handelt: auf Hochglanz poliert, massentauglich und keinen Millimeter vom Erfolgsrezept abweichend. Das dürfte kaum verwundern, handelt es sich neben dem 3. »Avengers«-Teil auch um die 19. Verfilmung des mittlerweile 10 Jahre alten MCUs – »never change a winning team« halt. Das ist einerseits beachtlich, birgt aber andererseits auch das Risiko des Altbekannten und der Vorhersehbarkeit ausgetretener Pfade.

Auch wenn »Infinity War« genau in dieses Schema passt, so kann man diese Fortsetzung aber durchaus als die Mutter aller Marvel-Filme bezeichnen. Denn in dem Rahmen, in dem sich die Regie-Brüder Anthony und Joe Russo bewegen konnten, haben sie wirklich das maximal Mögliche aus dem Superhelden-Universum herausgeholt.

Denn derart viele Charaktere mit so ausgewogenen Handlungssträngen in eine gelungene, epische Rahmenhandlung zu verpacken ist bisher noch keinem Film gelungen. Die obligatorisch gelungenen Spezialeffekte sowie Action-Sequenzen müsste man hier gar nicht mehr erwähnen. Von den handwerklich stets gut gemachten, aber wenig erinnerungstauglichen Soundtracks des MCUs kann man das zwar nicht behaupten, aber auch hier punktet »Avengers: Infinity War« zumindest in einer Szene, in der eine (halbwegs) überraschende Wendung mit ihrer musikalischen Untermalung für Gänsehaut sorgt (anhören auf Spotify oder iTunes1) – bitte mehr davon!

Wem, so wie mir, die letzten Marvel-Verfilmungen wie z.B. »Spider-Man: Homecoming« oder »Thor: Ragnarok« nur mehr »eh ok« vorkamen – und zwar weniger aufgrund mangelnder Qualität sondern wegen der ewig gleichen Machart und Erzählweise – der bekommt mit »Avengers: Infinity War« eine Marvel-Verfilmung geboten, die nicht nur den Vorgänger »Age of Ultron« weit hinter sich zurücklässt, sondern auch das bekannte Marvel-Muster bestmöglich ausreizt und somit den vorläufigen Höhepunkt des MCUs darstellt.

Episch ★★★★½


  1. Leider ist die entsprechende Passage ohne Apple »Music«-Abo nicht in der iTunes-Hörprobe enthalten. Wer überlegt, den Song deswegen einzeln zu kaufen, die Passage ist ca. 1 Minute lang. 

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Avengers: Infinity War https://benedikt.io/2018/05/kritik-avengers-infinity-war/ 2018-05-26 https://benedikt.io/media/movie-review.jpg Anthony und Joe Russo haben das maximal Mögliche aus dem MCU herausgeholt.

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