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Nach »Solo«-Flop: Wie viel Geld hat Disney mit den »Star Wars«-Filmen verdient?

29.6.2018·Kommentare:  0Retweets:  0 3 · ~ 2 min

Egal, was man von »Solo: A Star Wars Story« halten mag, finanziell gilt der Franchise-Neuzugang als Flop – und zwar als großer: Kolportierten Produktionskosten von bis zu 250 Mio. Dollar, die nach der Entlassung der Regisseure Phil Lord und Chris Miller durch teure Reshoots entstanden sind, stehen aktuell lediglich Einnahmen von 355 Mio. Dollar gegenüber. Laut Faustregel Gewinn = Einnahmen - Produktionskosten * 2 fährt »Solo« damit auch erstmals in der »Star Wars«-Kinogeschichte ein (fettes) Minus ein – laut aktuellen Schätzungen bis zu 80 Mio.

Einspielergebnisse von Disneys »Star Wars«-Filmen

Mich hat interessiert, wie die aktuelle Bilanz in Disneys »Star Wars«-Kinouniversum aussieht und habe folgende Tabelle erstellt (sofern nicht anders verlinkt, stammen die Daten aus der IMDb bzw. von Box Office Mojo):

Film Kosten (Gewinngrenze) Einnahmen
»Star Wars«-Rechte1 (2012) 4 Mrd.
»Das Erwachen der Macht« (2015) 250 (500) Mio. 2 Mrd.
»Rogue One« (2016) 200 (400) Mio. 1 Mrd.
»Die letzten Jedi« (2017) 200 (400) Mio. 1,3 Mrd.
»Solo« (2018) 250 (500) Mio. 0,4 Mrd.
Gesamt 4,9 (5,8) Mrd. 4,7 Mrd.

Wie man sieht, ist das Ergebnis recht ernüchternd. Denn mit dem aktuellen »Solo«-Flop geht sich nicht einmal der Ausgleich mit den »Star Wars«-Rechten plus Produktionskosten aus. Von Zusatzkosten wie Marketing etc., welche die Ausgaben auf geschätzte 5,8 Mrd. Dollar erhöhen, ganz zu schweigen.

Was ist mit Lizenzen für Spielzeug, Streaming etc.?

Natürlich ist das nur eine stark vereinfachte Rechnung, welche Gewinne in Form von lizensiertem Spielzeug, weiterem Merchandising sowie Streaming, DVD- und Blu-ray-Verkäufen nicht berücksichtigt. Daten dazu sind schwer zu bekommen, wer sich allerdings generell für das Thema interessiert, dem sei die »Star Wars«-Folge aus der Doku-Reihe »Spielzeug – Das war unsere Kindheit« ans Herz gelegt, der den Durchburch von »Star Wars«-Spielzeug detailliert und humorvoll beleuchtet.

Das Franchise lebt von den Filmen

Auch wenn Disney durch Lizenz-Produkte schon wesentlich mehr als die oben angeführten 4,7 Mrd. Dollar eingenommen hat, so zeigt sich, dass es allein mit Filmen gar nicht so einfach ist, ein teuer eingekauftes Franchise profitabel zu führen. Vom Risiko, wie aktuell mit »Solo«, auch mal einen Flop zu landen, ganz zu schweigen. Notwendig sind die Filme aber, denn nur durch sie bleibt das »Star Wars«-Franchnise lebendig und auf lange Sicht profitabel.


  1. Gekauft wurde eigentlich Lucasfilm als Ganzes und somit auch die Rechte an z.B. »Indiana Jones«. 


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