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Kritik: »Mission: Impossible – Fallout«

Spoilerfrei·4.0 / 5Sterne·9.8.2018·Kommentare:  0Retweets:  0 2

Wer sich auch nur ein bisschen für Kino interessiert, dem dürfte der Hype um »Mission: Impossible – Fallout« nicht entgangen sein. Folglich war es auch ziemlich schwer, seine Erwartungshaltung im Zaum zu halten, denn ginge es nach dem Konsens professioneller Filmkritiker, wäre »M:I 6« wohl der beste Film aller Zeiten.

Ob »Fallout« nun besser oder schlechter ist als »Phantom Protokoll« oder »Rogue Nation«, lässt sich nach einer Sitzung nur schwer sagen. Ein würdiger Nachfolger ist er aber auf jeden Fall.

Was jedoch auffällt: Es fehlt ein bisschen der »Impossible«-Faktor. Klar gibt’s hier die üblichen Täuschungsmanöver mit Gesichtsmasken, denen auch der Zuschauer bewusst ausgeliefert wird. Und natürlich die hervorragende Action – dazu gleich mehr. Das Aufsetzen eines unmöglich durchzuführenden Clous fehlt mir aber ein bisschen. Musterhaft vorbereitet wurde so eine Szene z.B. in »Phantom Protokoll« bei der (trickreichen) Übergabe der Launch-Codes im Burj Khalifa. (Es folgt ein ganz, ganz minimaler Spoiler für Teil 4, sonst bitte zum nächsten Absatz springen.) Da wird einem als Zuschauer mit Flash Forwards zunächst recht detailliert der Plan erklärt, und man fragt sich natürlich gespannt, ob so etwas denn überhaupt machbar sei. Und nicht nur das, bei der Ausführung geht sogar noch etwas schief – eines der großartigsten Setups der Filmgeschichte. »Fallout« bietet hier leider nichts Vergleichbares.

Wäre man sehr kritisch, könnte man auch bemängeln, dass der Humor insgesamt etwas zu kurz kommt. Klar, die »Mission: Impossible«-Reihe ist zwar grundsätzlich nicht dem Komödien-Genre zuzuordnen, aber an die Gags mit dem exzellenten Timing aus »Rogue Nation« kommt »Fallout« nicht heran.

Die Action ist dafür traumhaft: Frei von »Shaky Cam«-Aufnahmen und hastigen Schnitten zeigt »Fallout« hier das aktuell Mögliche an absolut perfekt dargestellter Action. Und für alle, die hier bei Tom Cruiose bzw. der »M:I«-Reihe nicht Bescheid wissen: Hier handelt es sich um Action, bei der wir uns in zukünftigen Making-ofs noch wundern werden, wie vieles davon echt »on camera« gedreht wurde. Denn Tom Cruise hing da damals eben tatsächlich am Burj Khalifa (»Phantom Protokoll«) und wirklich außen am A400 (»Rogue Nation«).

Wem die Showdowns vergangener Teile zu kammerspielartig waren, der kann sich diesbezüglich bei »Fallout« zudem auf wirklich fantastische Actionsequenzen freuen. Alles in allem eine sehr gute, robuste Fortsetzung, die sich aufgrund des hohen Tempos, trotz langer Laufzeit, für mehrmaliges Anschauen eignet.

Mission: Accomplished ★★★★☆

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