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Microsoft »Surface Go« nicht empfehlenswert?

19.10.2018·Kommentare:  4Retweets:  0 2

Wir bräuchten in unserem Haushalt einen zweiten Rechner. Mit Windows – und das nicht vorzugsweise, sondern zwingend. Viel können muss er nicht, laufen müssen nur Office-Anwendungen: Mails, Surfen, Drucken, fertig. In der Vergangenheit schienen mir hier Netbooks eine gute Wahl zu sein, bis zu unserem »Eee PC«-Trauma vor ein paar Jahren.

Unser Asus-»Eee PC«-Trauma oder »Der Mythos vom ›Reicht doch eh‹-PC«

Da haben wir nämlich so ein Teil von Asus angeschafft, um genau diese Bedürfnisse abzudecken. Der »Eee PC« machte anfangs (damals mit Windows 7) auch einen guten Eindruck, war gut verarbeitet, sah gut aus, war klein und leicht. Bis er nach ein paar Monaten unsäglich langsam wurde – trotz gleicher Windows-Version, keiner lähmenden Bloatware und dergleichen. Auch ein Neuaufsetzen half nicht und auf den Grund für das plötzlichen Lahmen, bin ich bis heute nicht gekommen. Ich vermute die Einstellung von optimierten Treibern seitens Asus oder ähnliches.

Rechnerersatz Microsoft »Surface Go«?

Seitdem schwanke ich bei jedem diesbezüglichen Kandidaten zwischen Preis und Haltbarkeit – so auch beim »Surface Go«, das vor einigen Wochen als kostengünstige Alternative zu den »echten« Surface-Modellen von Microsoft vorgestellt wurde. Denn obwohl mir das Gerät für diese Zwecke als ideal erschien, wurde ich beim verbauten Prozessor (höchst) skeptisch: Pentium Gold stand da in den Specs. Zunächst einmal: Intels unglückliche Marketing-Strategie, hier auf eine 25 Jahre alte Prozessor-Bezeichnung zurückzugreifen und ihr auch noch das Pensionsattribut »Gold« (vgl. mit »golden years«, der Fernsehserie »Golden Girls« oder auch der »goldenen Hochzeit«) zu verpassen, klingt ja schon fast mehr nach verlorener Wette oder einem angenommenen »traust’ die nie«.

Und abgesehen davon, schreit dieser schwachbrüstige Prozessor, der sogar noch unter einem Intel i3 anzusiedeln ist, nicht gerade nach Langlebigkeit. Ich habe einfach keine Lust, mich auf eine Investition einzulassen, die wohl bereits nach ein paar Monaten Alterserscheinungen wie Lag, lange Ladezeiten und dergleichen aufweist. Genau dieses Fazit hat auch der YouTuber Technikfaultier nach einem mehrwöchigen Test gezogen: Die Leistung passt hier einfach nicht.

Alternative iPad?

Das ist in der Windows-Welt z.B. ein echter Unterschied zu iPads: Klar decken diese nicht das gleiche Aufgabenspektrum wie ein vollwertiger Windows-PC ab. Aber die Leistung passt über Jahre hinweg. Und ja, auch iPads werden langsamer, aber drei bis vier Jahre lang kann man diese locker verwenden, ohne großartig Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen.

Zu hohe Kosten

Abgesehen davon, stimmt beim »Surface Go« meiner Meinung nach auch der Preis nicht. Denn die günstigste Variante mit dem langsamen eMMC-Speicher kostet 449 Euro – ohne Stift und Tastatur wohlgemerkt. Die günstigste »Type Cover«-Option schlägt noch einmal mit 99 Euro zu Buche. Ein länger haltbares iPad bekommt man bereits um 349 Euro.

Tipps?

Kennst du gute Alternativen, die auch einige Jahre lang benutzbar bleiben? Wenn ja, würde ich mich über einen Tipp in den Kommentaren freuen!


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4 Kommentare

Hier (2) · Twitter (2) · Facebook (0)

#1 von Dominik Wagenknecht am 23.10.2018, 15:31 Uhr

Chromebook mit Office via Play Store. Oder iPad mit Office, aber da ist man eingeschränkter weil iOS kein multiuser kann…

#2 von Benedikt am 25.10.2018, 9:05 Uhr

Vielen Dank, Dominik! Chromebook wäre sicher mal spannend auszuprobieren, aber in unserem Fall muss es, glaub ich, Windows sein. Zielgruppe ist zudem kein iOS-Fan. 😉

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