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Aus Alt mach Neu: Ist das neue iPad Air 10,5″ nur ein recycletes iPad Pro 10,5″?

21.3.2019·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Für Besitzer eines iPad Pro 10,5″ (2017) mag das neue iPad Air 10,5″, das am Montag vorgestellt wurde, auf den ersten Blick genau gleich aussehen.

Es gibt aber doch ein paar Unterschiede:

Kein ProMotion-Display ·
Das Display ist zwar weiterhin komplett laminiert, True Tone, P3-Farbraum, Antireflex- und fettabweisende Beschichtung sind ebenfalls wieder mit an Bord, genau wie das Retina-Display mit 264 ppi. Allerdings wurde die »ProMotion«-Technologie für eine Bildwiederholrate von 120 Hertz eingespart – und damit einer der USPs für das damalige Pro.
Keine Quad-Lautsprecher ·
Ir­ri­tie­renderweise gibt es nur mehr zwei Lautsprecher, die auf der Seite mit dem Touch-ID-Button angebracht sind (wie beim Standard-9,7″-iPad). Wer das iPad fürs Filmeschauen ins Querformat dreht, hat die Stereolautsprecher somit nur mehr links oder rechts am Gerät – seltsam und eigentlich nicht mehr wirklich Stereo.
Schwächere Kamera ·
Die Kamera löst nur mehr mit 8 Megapixel auf und hat keinen LED-Blitz, steht dafür aber auch nicht mehr aus dem Gehäuse hervor.
Leichter ·
Je nachdem, ob man die LTE-Konfiguration nimmt, ist das iPad Air bis zu 13 Gramm (456 statt 469) leichter als das 2017er Pro. Wenn es diesen kleinen Schritt nur jedes Jahr geben würde …
Stärkerer Prozessor ·
A12 statt A10X.
Diverse Unterschiede ·
Andere Speicher-Konfigurationen und andere Preise, um das Air zwischen normalem und iPad Pro zu positionieren.

Und sonst?

Von diversen Speicher- (64 oder 256 GB gegen 170 Euro Aufpreis) und LTE-Konfigurationen (Aufpreis: 140 Euro) einmal abgesehen, sind viele Dinge exakt gleichgeblieben: Die Abmessungen (250,6 x 174,1 x 6,1 mm), Touch ID, der Kopfhöreranschluss, der Smart- sowie der Lightning-Connector. Ebenso der Support für den Pencil 1 (und nicht den Pencil 2).

Wofür steht »Air«?

Vom Gewicht her scheint der Name »Air« gut zu passen, ist es, zumindest im 10-Zoll-Bereich, auch das leichteste iPad – wenn auch nur knapp. Irritierender ist da schon die Tatsache, dass der Begriff »Air« je nach Produktkategorie nun eine andere Wertigkeit angibt. Denn beim Mac ist das MacBook Air nach wie vor das günstige Einsteiger-Notebook: MacBook Air < MacBook < MacBook Pro, bei den iPads lautet die Reihung hingegen: iPad < iPad Air < iPad Pro. Das finde ich fast verwirrender, als die Tatsache, dass es nun mit dem neuen iPad mini 5 verschieden große Modelle gibt (12,9″, 11″, 10,5″, 9,7″ und 7,9″).

Zahlt es sich aus?

Ob sich das Air gegenüber dem normalen iPad auszahlt, ist eine gute Frage. Prinzipiell erhält man im Air einige Power-Features mehr: Einen laminierten und etwas größeren Screen, auf dem es sich theoretisch (etwas) besser zeichnet, den Smart Connector fürs Apple Smart- oder Logitech Slim-Combo-Keyboard sowie den aktuell zweitstärksten Prozessor für iOS (der A12X in den Pros ist noch schneller). Man sieht aber auch: Wirklich notwendig ist das alles nicht. Die Wahl des geeignetsten iPads ist jedenfalls schwieriger geworden – vielleicht gibt’s dazu demnächst einen eigenen Post.


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