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Kritik: »Terminator: Dark Fate«

Spoilerfrei·3 / 5Sterne·5.11.2019·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Das »Terminator«-Franchise hat’s nicht leicht. Egal, was man seit 2003 versucht hat, richtig gezündet hat es nie. Zunächst wollte man in »Rebellion der Maschinen« (2003) die Geschichte nach bekanntem Muster weitererzählen (oder einfach nur den teuersten Wahlkampfspot eines US-Politikers produzieren: Schwarzenegger gab seine Kandidatur zum Gouverneur von Kalifornien nur wenige Tage nach der Premiere bekannt). Dann wagte man mit »Die Erlösung« (2009) den Sprung in die Post-Apokalypse und schließlich mit »Genisys« (2015) Zeitreise-Experimente. Von der Wiederholung über die Flucht nach vorn, bis hin zum Remix hat man also alles ausgeschöpft und nichts unversucht gelassen. Leider mit dem immer gleichen, enttäuschenden Einspielergebnis von um die 400 Mio. Dollar.

Wie bei »Alien« schien das Franchise aber viel zu wertvoll, um es einfach einzumotten. So will’s heuer mit »Dark Fate« Terminator-Teil Nr. 6 wissen. Vom Produktionsstab bis hin zur Besetzung ging man auf Nummer sicher: James Cameron produziert die Vision von »Deadpool«-Regisseur Tim Miller, Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger kämpfen vor der Kamera – kann doch nur gut werden, oder?

Nun, nein. Und das ist in Anbetracht der jüngsten Terminator-Kinovergangenheit wahrlich irritierend. Denn wie man nach all den teuren und dennoch nur mäßig erfolgreichen Teilen der letzten Jahre einer derart generischen, unoriginellen Idee grünes Licht geben konnte, ist einfach unbegreiflich. Solide Action? Ja, klar. Schöne Momente mit der Originalbesetzung? Sicher. Auch nur der Hauch eines interessanten Aspektes, der das Terminator-Universum bereichert? Fehlanzeige. Leider ist nichts an diesem Film auch nur irgendwie spannend oder aufregend. Selbst die Art und Weise, wie man den T-800 in die Handlung integriert hat, wirft Fragen auf. Allen voran, ob man das nicht in nur einer einzigen Brainstorming-Runde nicht ganz so patschert hätte lösen können.

Gut, »Dark Fate« ist jetzt kein Desaster und wir sind ja von Marvels konsistenter Qualität einerseits verwöhnt und andererseits von DCs Mut zur originellen Neuinterpretation nach wie vor überrascht. Aber mehr als einen bestenfalls soliden Action-Streifen, hätten wir uns schon erwartet.

★★★☆☆


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