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Aus für S8 nur vi­ra­les Mar­ke­ting! Asfinag bringt teu­ers­ten Ani­ma­ti­onsfilm aller Zeiten auf YouTube

25.2.2020·Kommentare:  0Retweets:  0 2

Wenn es mit dem Kerngeschäft einmal nicht so läuft, muss man flexibel sein. Das weiß auch langjähriger Asinfag-Projektleiter Johann Strasseter. Auf sein neuestes Baby ist er deswegen besonders stolz, die Stummfilm-Dystopie »S8 – Road to Nowhere«.

Technisch werden bei »S8 – Road to Nowhere« alle Register gezogen.

Straßenbau ist out, das weiß man spätestens seit Greta Thunberg auch in der Konzernzentrale im 1. Bezirk in Wien. Aber warum die eigene Expertise nicht für die Erschließung anderer Geschäftsbereiche nutzen? Das dachte sich Strasseter bereits vor 2 Jahrzehnten, als er erstmals mit dem Gedanken spielte, seine Erfahrungen beim Straßenbau in einem Film zu verarbeiten.

Produziert hat die Asfinag »S8 – Road to Nowhere« schließlich nach penibler 18-jähriger Planungsphase. Vorausgegangen waren dem virtuellen Dreh unter anderem diverse Gerichtsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen – ein virales Marketing-Konzept, das voll und ganz aufgegangen ist.

Aber warum so viel Aufwand für ein fiktives Kreativprojekt? »Glaubwürdigkeit«, verrät uns Strasseter, »ist in Hollywood alles«. Deswegen hat man keine Kosten und Mühen gescheut: 13 Millionen Euro hat der 5-Minüter verschlungen. Die 45.000 Euro sieht man wirklich jeder Sekunde an.

Hier gibt es den 13-Millionen-Streifen auf YouTube →

Man scheut auch den Vergleich mit Sam Mendes’ Oscaranwärter »1917« nicht: Der ebenfalls in nur einer Einstellung inszenierte Weltkriegsthriller schlug mit lächerlichen 14.000 – noch dazu – US Dollar pro Sekunde zu buche. »Außerdem«, scherzt Strasseter fast schon abwertend, »sind Schauspieler leicht anzuleiten. Versuchen sie das einmal mit dem Triel

Geschafft hat das letztendlich nur ein Expertenteam aus gut ausgebildeten Wünschelrutengehern, die bereits vor Jahren das Marchfeld auf ungünstige Wasseradern ausgependelt haben. »Gute Beziehungen aus vergangenen Projekten zahlen sich eben aus,« weiß Strasseter. Nur so konnte man die bestmögliche Brutstätte für den tragischen Helden der Geschichte finden und den Streckenverlauf der S8 entsprechend planen.

Ob »S8 – Road to Nowhere« ein Erfolg wird? Strasseter gibt sich zuversichtlich und verrät uns sogar, mit dem MCU, dem Marchfeld Cinematic Universe, ein ganzes Franchise aufbauen zu wollen. So hat man mit dem in derselben Region angesiedelten »Lobau – Tunnel in die 4. Dimension« bereits das nächste heiße Eisen im Feuer, ist Strasseter überzeugt.


[Satire]


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