Navigation überspringen

Notizen-Apps: Meine (angestaubten) Favoriten für Windows, macOS, iOS, iPadOS und Android

23.2.2021·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Ein Artikel zum Thema Notizen-Apps auf mkln.org brachte mich zum Nachdenken: Welche Notizen-Apps verwende ich weshalb – und handelt es sich dabei um Gewohnheit oder sind das tatsächlich die (zumindest für mich) besten Optionen?

Yojimbo – meine Notizen-App am Mac

Yojimbo vom, wenn man so will, legendären Mac-Softwarehersteller Bare Bones verwende ich, seit ich einen Mac habe (gebloggt habe ich erst über Version 2, Version 1 aber bereits lange davor verwendet). Der Aufbau ist simpel: eine Seitenleiste für die verschiedenen Arten von Notizen (z.B. sind neben einfachen Text-Notizen auch verschlüsselte Passwörter möglich), rechts zweigeteilt einmal oben die Liste aller angelegten Notizen dieses Typs, darunter die ausgewählte Notiz im Detail.

Größte Vorteile: Einerseits Auto-Save bei jedem Tastenanschlag (heute normal, damals nicht) und die Möglichkeit, Passwörter lokal verschlüsselt zu speichern.

Größter Nachteil: Es ist mehr oder weniger eine Mac-only-App. Es gibt zwar eine iPad-Version (und keine fürs iPhone), auf der sich aber keine Notizen anlegen lassen. Es können nur jene aus der Mac-App angezeigt werden, es handelt sich also um eine reine Companion-App. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der in Version 4 eingeführte iCloud-Sync nicht für die iPad-App gilt, sondern nur für Macs untereinander.

iA Writer – die »Schreib’ frei von der Leber weg«-App

iA Writer nutze ich vorrangig am Android-Tablet und iPad um frei von der Leber weg Blogposts zu schreiben. Prinzipiell gibt es die App aber für alle erdenklichen Plattformen.

Größter Vorteil: Weißer Hintergrund, ein blinkender Cursor – sonst nichts. Ja, es gibt natürlich mehr Features, aber das Killfeature ist und bleibt das schlanke UI mit Fokus aufs Schreiben.

Größter Nachteil: Für mich keine, allerdings bemängelt Michael, dass der Einsatz von Markdown den gekennzeichneten Text auch entsprechend formatiert anzeigt, was für einige ein No-go sein kann.

Fun Fact: Die App kostet wahlweise einen jährlichen Betrag oder einmalig 30 Dollar. Aber: Installiert man die App unter Android auf einem Tablet, hat man die Vollversion und nicht einmal die Möglichkeit irgendwo etwas zu bezahlen (zumindest war das bei mir Ende 2019 so).

Microsoft OneNote – die Notizen-App für eh alles (und folglich träge)

OneNote begann ich in einer Zeit zu nutzen, als wir in unserem Haushalt noch Windows Phone bzw. dann Windows 10 Mobile genutzt haben und das Teilen von Notizbüchern praktisch war – Stichwort Einkaufslisten. Ich nutze OneNote nach wie vor am Mac, am iPhone, iPad und am Android-Tablet hauptsächlich genau dafür. Als designierter Pandemie-Einkäufer in unserer Familie hat OneNote diesbezüglich wieder stark an Bedeutung gewonnen, vor allem, wenn man einen Einkauf aufgrund größerer Intervalle besser zu planen versucht.

Größter Vorteil: Checkboxes! (Kein Witz, die sind wirklich praktisch.)

Größte Nachteile: Vor allem am Mac unsagbar träge, überbordendes Interface, verwirrende Struktur mit Seiten, Schnellnotizen, Notizbüchern usw.

Microsoft Editor – das bessere OneNote?!

Mein letzte Notizen-App ist mir ja ein bisschen peinlich. Aber eigentlich auch nicht. Denn ich habe echt versucht eine moderne Alternative für Microsofts simplen Windows-Editor zu finden. Wozu ich zwei Dinge erwähnen sollte:

  1. Ich bin seit jeher ein Fan digitaler Notizen und habe mir folglich sehr schnell zeilenweises notieren in reiner Textform angewöhnt. Also keine Bleistiftskizzen mit dazu gekritzelten Schlagworten o.Ä. Denn für mich war die größte Errungenschaft der Notizdigitalisierung das Wiederfinden über die Suchfunktion.
  2. Mir ging es damals hauptsächlich um eine Notizen-Lösung auf meinem Arbeitsrechner und daher wollte ich, zunächst als Experiment, schauen, wie weit ich mit einer kostenlosen Onboard-Lösung komme.

Seit der Einführung indizierter Suche in Windows Vista klappt Ersteres problemlos und Letzteres wurde einfach zur Gewohnheit (obwohl vielleicht Notepad++ oder Notepad2 geeignete Ablösekandidaten wären – mal schauen).

Größte Vorteile: Unsagbar schnell, sauberes Interface, bei jedem Windows dabei – seit 1985.

Größte Nachteile: Keine Undo-History (kann bei Copy-&-Paste-Fehler verheerend sein), kein Auto-Save.

Eure Meinung

Was meint ihr? Könnt ihr meine Auswahl nachvollziehen oder sind euch die Apps zu angestaubt und kennt bessere Alternativen? Über Feedback dazu freue ich mich in den Kommentaren!


Neueste Artikel

Schlagwörter

· · · · · ·


Kommentieren

Am liebsten hier, gerne aber auch auf Twitter und Facebook.
Ich freue mich über jeden Kommentar und antworte gern innerhalb von 24 Stunden.