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Sennheiser: True Wire­less ver­schla­fen, Ver­kauf der Kopf­hö­rer-Spar­te nicht ausgeschlossen

17.2.2021·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Wie das Handesblatt und in der Folge The Verge berichten, schließt Sennheiser den Verkauf seiner Consumer-Audio-Sparte (sprich, Kopfhörer und Soundbars) nicht aus.

Kurz zusammengefasst: Das Consumer-Geschäft läuft nicht wie erwartet, wozu auch das Verschlafen von True Wireless beigetragen haben dürfte. Spannend sind die Zahlen dazu: 2019 machte der Consumer-Umsatz 393 Millionen Euro aus, der des Pro-Geschäfts 363 Millionen. Letzterer wuchs dabei mit 9,5% aber mehr als doppelt so stark und bei Ersterem blieb unterm Strich ein leichtes Minus.

Umsatzvergleich mit Apples AirPods-Geschäft

Ernüchternd: Vergleicht man den Umsatz mit jenem von Apples AirPods-Geschäft, muten Sennheisers Zahlen wie Peanuts an. Mit geschätzt 60 Millionen verkauften AirPods 2019, schätzt Analyst Neil Cybart den AirPods-Umsatz auf 6 Milliarden Dollar jährlich (Stand 2019).

True Wireless verschlafen – gelinde gesagt

Klar tut sich Apple leichter, Millionen von iPhone-Usern drahtlose Ohrhörer dazuzuverkaufen. Nur hat Apple diese immerhin bereits ein Jahr nach der True-Wireless-Premiere des schwedischen Start-ups Earin auf den Markt gebracht.

Sennheiser lieferte letzten Endes mit den Momentum True Wireless zwar ein überzeugendes Produkt, ließ sich dabei aber bis Ende 2018 (!) Zeit – drei Jahre Verspätung.

Die Ironie dabei: Der deutsche Firmenhauptsitz in Wedemark liegt genau in der Mitte zwischen jenen beiden Städten, in denen die True-Wireless-Pioniere Earin (Malmö) und Bragi (München) einst ihre True-Wireless-Start-ups gründeten. Wer so etwas nicht mitbekommt und verschläft, sollte sich vermutlich auch im Pro-Bereich nicht in Sicherheit wiegen.

Die Lösung: Investor oder Verkauf

Jetzt sucht Sennheiser zumindest einen Investor, um das Consumer-Geschäft anzukurbeln, schließt aber im Interview mit dem Handelsbatt auch den Verkauf der Sparte nicht aus:

Käme auch ein kompletter Verkauf der Consumer-Sparte infrage? ›Wir gehen alles ganz offen an, schauen, wer am besten zu uns passt und entscheiden dann‹, sagen die Brüder.

Persönliche Meinung: Verkauf wär’ ewig schad’

Dazu ein paar Gedanken, aus meiner Sicht als langjähriger Sennheiser-Kunde:

Was meint ihr? Drückt ihr Sennheiser die Daumen, das Ruder noch herumreißen zu können oder gebt ihr mittlerweile den Ohrhörern von Smartphone-Herstellern wie Apple und Samsung den Vorzug? Über Feedback dazu freue ich mich in den Kommentaren!


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