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Brauchen alle Smart­pho­nes USB-C? Und haben die Briten des­we­gen die EU verlassen?

24.9.2021·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Die EU wärmt mal wieder die Idee auf, Ladekabel von Smartphones zu vereinheitlichen, um Elektroschrott zu reduzieren. Die Idee ist an sich nicht schlecht, die Umsetzung kommt aber, kurz vor der Ära des anschlusslosen Smartphones, 10 bis 15 Jahre zu spät.

Ist eine Vereinheitlichung von Ladekabeln noch sinnvoll?

Allen voran stört das aber Apple, die mit dem proprietären Lightning-Anschluss und dem damit einhergehenden MFI-Programm für Zubehör-Hersteller massig Geld verdienen. Und natürlich werfen sich die üblichen Apple-Blogger-Fanboys wieder in die Schusslinie, um sich von Apple für die absurde Idee einspannen zu lassen, den mittlerweile 9 Jahre alten Lightning-Anschluss mit USB-2.0-Übertragungsraten als Gipfel der Innovation abzufeiern, die eine diesbezügliche Vereinheitlichung ja verhindert hätte. Finde den Fehler.

Ja, die Mühlen der Konsortien für Standards wie HDMI, USB(-C), Wi-Fi, Bluetooth und Co. mahlen langsam. Zu langsam. Aber, dass ich mit meinem iPhone dank Bluetooth keine AirPods verwenden muss, ist eine feine Sache. Und wenn ich mir die Apple Watch anschaue, könnte die EU da noch weiter gehen (mehr dazu vielleicht in einem eigenen Post).

Noch mehr schmerzt es dann auch wenn Leute wie John Gruber, die grundsätzlich nicht so unvernünftige Dinge von sich geben, plötzlich totalen Schwachsinn verzapfen:

And people in the E.U. wonder why England wanted out, and why nearly all the major tech companies are from the U.S. and Asia.

Mitnichten, John. Wenn die EU häufiger und schneller Ideen umsetzen würde, wie iPhones USB-C zu verpassen, wären die Briten schneller wieder Mitglied, als du »finally« sagen kannst.


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