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Retro-Kritik: »Im Tal von Elah« (2007)

Spoilerfrei·4.0 / 5Sterne·30.8.2022·Kommentare:  0

Die Premiere von »Im Tal von Elah« von Paul Haggis (der Jahre zuvor mit »L.A. Crash« Debüt und Durchbruch zugleich feierte) hatte ich 2007 zwar »live« mitbekommen, weil ich damals gern die KCRW-Podcasts »The Business« und »The Treatment« gehört habe. Angesehen habe ich mir den Film aber erst vor kurzem. Interessanterweise fast zeitgleich mit »Michael Clayton«, mit dem dieser Film zwar nichts zu tun hat, dessen Machart aber recht ähnlich ist.

So ist auch »Im Tal von Elah« eine Mischung von sehr, sehr vielen Themen: Krieg, Verrohung, Heimkehr, Familienstrukturen, Sexismus, Verbrechen und dessen Aufklärung – all das aus der Sicht eines Vaters (Tommy Lee Jones), der gemeinsam mit einer Polizistin (Charlize Theron) das Verschwinden seines Sohnes nach seiner Heimkehr aus dem Irak aufklären möchte. Klingt wie ein wilder Mix, der ohne klaren Fokus unmöglich funktionieren kann – dem ist aber nicht so. Der Film folgt eigentlich recht klar der Recherche des Vaters und schneidet alle die zuvor erwähnten Themen gekonnt an, bleibt dabei stets spannend und wird nie langweilig.

Josh Brolin und James Franco waren damals schon bekannter und sind hier in Nebenrollen zu sehen, während Wes Chatham, den man heutzutage eher als Amos Burton aus »The Expanse« kennt, sogar einen größeren Part übernehmen darf. Unterm Strich ein spannender, zuweilen auch berührender »Whodunit« mit einem sehr ernsten Hintergrund.

★★★★☆


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Im Tal von Elah https://benedikt.io/2022/08/filmkritik-im-tal-von-elah/ 2022-08-30 Paul Haggis https://benedikt.io/media/movie-review.jpg Ein umfangreicher Themenmix lässt wenig Fokus befürchten, der Film funktioniert aber sehr gut.

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