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Twitter-Cards-Blues und mein Mittel dagegen

16.11.2022·Kommentare:  2Retweets:  2 2

Okay, was sind bitte Twitter Cards? Kurz gesagt: Die Vorschau, die aus dem Link in einem Tweet generiert wird und unter dem Tweet angezeigt wird – und die sorgt aus Creator-Sicht oft für Frust.

Eigentlich gibt es auch eine Variante mit kleinem Bild, die aber – Überraschung – niemand verwendet, denn nur wer am lautesten schreit, wird auf Social Media auch gesehen. So eine Vorschau ist übrigens kein Twitter-Unikum, sondern haben auch andere Plattformen wie Facebook. Gerade mit den Cards auf Twitter habe ich aber so meine liebe Not.

Screenshot der still und heimlich eingestellten Card-Vorschau mit Fehlermeldung.
Die Card-Vorschau: Still und heimlich eingestellt und kein Hinweis weit und breit.

Warum teile ich Posts auf Social Media?

Beginnen wir beim Anfang: Warum poste ich meine Blogposts überhaupt auf Twitter, Facebook und Mastodon? Denn finde ich Twitter nicht mühsam (wenn ich euch auf Twitter folge oder mit euch interagiere, fühlt euch als die Regel bestätigende Ausnahme 😉)? Ja, aber ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass mein näheres Leser:innen-Umfeld, oder besser gesagt, mein Bekannten- und Freundeskreis neue Posts nur mitbekommt, wenn ich diese auf Social Media poste.

So stark war das Comeback von RSS also anscheinend leider doch nicht. Obwohl der Feed meiner Erfahrung nach schon genutzt wird, aber hauptsächlich von anderen Bloggern – so zumindest mein Gefühl.

Warum Vorschaubilder?

Nachdem das Warum geklärt ist, bleibt die Frage: Warum tue ich mir Vorschaubilder an? Könnte ich nicht einfach den Post so raushauen und Twitter, Facebook und Mastodon das Symbolbild anzeigen lassen? Ja, könnte ich. Aber wenn man schon von seinem Blog aus auf Social Media verlinkt, dann sieht das lieblos bis unprofessionell aus.

Nach vielen Versuchen wie thematisch passenden Icons (natürlich noch idealistisch für die »kleine« Twitter-Card-Variante) bin ich irgendwann bei laut schreienden Texttafeln gelandet, hin und wieder mit Icons »verfeinert«. Ausnahmen: Screenshots- bzw. Montagen mit roten Kreisen (🙄), Produktfotos aus Presseaussendungen mit Nutzungserlaubnis.

Aber ja, ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mein Versuch, mit Schrift und Farben in Kombination mit meinem Blogdesign irgendeine Form von CI zu erzeugen, gescheitert ist. Oder anders gesagt: Richtig gut sahen diese Karten, auch auf 2. oder 3. Blick und mit viel Wohlwollen nie aus.

Mein neues Twitter-Card-Design

Vor Kurzem habe ich mir erneut ein Herz gefasst und bin dich Sache neu angegangen. Statt des ursprünglichen Plans eine flache Grafik, die sich irgendwie in die Twitter-UI integriert, bin ich dazu übergegangen eine bezüglich Farben und Schriften eine herausstechende Grafik zu basteln, die ich für jeden Post recyclen kann. Mit dem Ergebnis bin ich aktuell zu 75 % zufrieden – auch, wenn es ein bisschen nach Waschmittel- oder Minzbonbons-Verpackung aussieht, aber hey, frisch ist frisch. 🤷‍♂️

Warum habe ich noch immer den Blues? Weil Twitter bezüglich des Vorschaubildes IMO extrem inkonsistent agiert. Denn obwohl die Bild-URL nachweislich im Browser aufrufbar ist, weigert sich Twitter regelmäßig das Bild abzuholen. Noch schlimmer, das entsprechende Vorschau-Tool wurde still und heimlich abgedreht.

Twitter war nicht einmal im Stande diese Information auf der Seite des Tools zu veröffentlichen. Von einem Tag auf den anderen kam die Meldung »Unable to render Card preview« – und das wars. Auf der entpsprechenden Supportseite (auf die man erstmal kommen muss) meint Twitter lapidar, den Link für eine korrekte Vorschau ins »Create Tweet«-Modal zu posten. Nur, dass das leider in gefühlt der Hälfte der Fälle (vor allem in der Webversion) ebenfalls keine Vorschau erzeugt.

Trotzdem meine ich ein Mittel dagegen gefunden zu haben. Postet man den Tweet nämlich in Twitters offizieller App (in meinem Fall iOS), wird der Tweet immer mit korrekter Vorschau veröffentlicht. Und nur für den Zweck habe ich neben Tweetbot nun doch wieder die offizielle Twitter-App (mit deaktivierten Benachrichtigungen und mittlerweile auch Timelimit pro Tag) installiert, rein zum Posten. Warum Twitters Timeline mit immer neuen Injections von Leuten, denen man gar nicht folgt, auch immer mehr zur Müllhalde verkommt, wäre fast einen eigenen Post wert – mal sehen.

Update zu kaputter Bildvorschau – q.e.d.

Und weil es so gut passt, wird just beim Tweet zu diesem Post das Bild nicht angezeigt, obwohl im Browser abrufbar und im HTML-Header korrekt angegeben – q.e.d.:

Screenshot eines Tweets mit Vorschau, die ohne Bild angezeigt wird, obwohl ein Bild verfügbar ist.
🤦‍♂️

Ich vermute, das Problem hängt damit zusammen, dass ich diesen Post noch ohne entsprechendes Bild als Vorschau rendern wollte. Jetzt hängt die (bildlose) Vorschau bei Twitter vermutlich tagelang im Cache. Interessanterweise ist mir das aber auch mit Posts passiert, die ich nie bei Twitter zur Vorschau eingereicht habe. Das erweckt wiederum den Anschein, als würde Twitter Domains von Usern vorab scrapen. Im Prinzip auch egal, aber dann darf man Posts nur mit bereits vorhandenem Vorschaubild veröffentlichen.

Was meint ihr?

Findet ihr Vorschaubilder auf Twitter gut bzw. fallen euch geteilte Posts ohne Vorschaubild überhaupt auf? Teilt ihr eure Beträge auch auf Twitter – mit oder ohne Vorschaubild oder habt andere kreative Ansätze? Über euer Feedback dazu freue ich mich wie immer in den Kommentaren!


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2 Kommentare

Hier (2) · Twitter (0) · Mastodon (0) · Facebook (0)

#1 von Peter am 16.11.2022, 16:50 Uhr

Ich persönlich nutze Twitter nicht als Informationsquelle. Wenn ich eine Quelle im Blick behalten möchte, abonniere ich den RSS-Feed und verpasse nichts. Ich folge nur wenigen, trotzdem ist mir meine Timeline zu voll und zu durcheinander. Ich habe deshalb eine Liste mit ganz wenigen Accounts, die ich täglich durchgegangen bin. Aber auch das habe ich vor ein paar Wochen eingestellt. Das ist schlichtweg nicht mein Medium.

Zu den unterschiedlichen Vorschaubildern: Was sagen denn die Twitter-Statistiken dazu? Kannst du einen Unterschied erkennen, was besser funktioniert und was nicht? Und davor stellt sich natürlich die Frage: Ob diese Posts überhaupt nennenswerte Klicks erhalten, sodass sich eine Optimierung lohnt?

Die Frage ist auch, ob das Erstbesucher sind oder wiederkehrende. Wer dich für deine Inhalte schätzt, wird wiederkommen und sich den passenden Kanal suchen, um keinen Post zu verpassen. Dann wäre die Zeit wahrscheinlich besser in die Inhalte investiert.

Wenn du dagegen Erstbesucher anziehen möchtest, ist die Frage, wie diese deinen Post zu Gesicht bekomen. Das Vorschaubild erhöht ja die Klickrate, aber nicht vorher schon die Zahl der Impressionen (oder doch?). Gute Tags könnten die Zahl der Impressionen erhöhen. Aber die setzt du ja schon.

#2 von Benedikt am 16.11.2022, 20:24 Uhr

Peter, danke für dein Feedback und ja, das sind gute Fragen. Mein Medium ist Twitter übrigens auch nicht, hatte vor einiger Zeit dazu was gepostet, das ist aber in der Zwischenzeit nur noch schlimmer geworden. Es gibt im Prinzip nur einige wenige Accounts (die meisten davon aus dem Blogosphären-Umfeld) denen ich gerne folge, doch wie Twitter die Timeline durch Injections zunichte macht ist eine Katastrophe … doch zurück zum Thema:

Zunächst sollte ich vielleicht präzisieren, die unterschiedlichen Stile der Vorschaubilder habe ich gar nicht versucht gegeneinander abzuwiegen. Mir ging es einerseits nur darum, überhaupt eines zu haben und andererseits mit Vorlagen zu arbeiten, um Zeit zu sparen — und halbwegs vernünftig aussehen sollte es auch.

Natürlich stelle ich mir immer wieder die Frage nach den Zahlen und verglichen mit Suchmaschinen-Traffic könnte ich meine Social-Media-Tätigkeiten getrost einstellen (vom Erreichen des Freunds-/Bekanntenkreises abgesehen). Mir scheint aber, dass gepostete Beiträge auf Social Media sich positiv auf Suchmaschinen-Traffic auswirken. Harte Fakten dazu fehlen mir noch (man findet das hin und wieder in diversen SEO-Artikeln), mir fällt aber auf, dass mein täglicher Durchschnitt höher zu sein scheint, wenn ich öfter auf Social Media poste.

Wiederkehrende Besucher kann ich nicht messen, da mir ein datenschutzfreundliches Tracking wichtiger war und mir vollkommen klar ist, dass beim SEO-Traffic kaum wiederkehrende User:innen dabei sind. Vielleicht überdenke ich das mit zunehmenden Direkteinsteigern noch, mal sehen.

Ein gut gemachter Tweet, mit eigens dafür geschriebenem Text (direktes Ansprechen, einem Aufhänger etc.), guten Tags und einem guten Bild erhöht definitiv die Klickrate. Wie Twitter das mit den Impressions regelt bzw. ob das darauf Einfluss hat … gute Frage. Der Zyniker in mir tippt auf Ja, denn je mehr Interaktion durch Likes, Retweets etc., desto besser für Twitter — folglich besser, wenn gut bzw. aufwändig gemachte Tweets öfter ausgespielt werden.

Unterm Strich glaube ich aber auch, dass die ganze Sache nur wirklich gut funktioniert, wenn man auf Twitter, Facebook & Co. massig Follower:innen sammelt (klar, davon leben die Plattformen) und abseits von Blogposts sich da selbst als Marke aufbaut — und eben ständig präsent sein und seine Gefolgschaft mit irgendwelchen Tweets bei Laune halten muss. Und in diesen Dienst von Twitter, Meta & Co. stelle ich mich sicher nicht. 🙂

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