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Mein NAS-Umstieg #3: iTunes (bzw. »Musik«) aufs NAS auslagern

27.12.2022·Kommentare:  0Retweets:  0 0

Nach der Entscheidung für ein Modell von Synology (siehe Teil 1) und der Installation mit entsprechendem, teilweise unerwarteten Zubehör (siehe Teil 2) geht es nun ans Eingemachte und zu konkreten Problemen, die ich mit einem NAS lösen wollte. Beginnen wir mit etwas relativ Einfachem, nämlich der Auslagerung der lokalen iTunes- bzw., wie sie Apple jetzt schlicht nennt, »Musik«-Bibliothek.

Mein NAS-Umstieg

  1. Teil 1: Synology DS220+ oder auf DS223+ warten?
  2. Teil 2: Unerwartete Zusatzkosten für notwendiges Zubehör
  3. Teil 3: iTunes (bzw. »Musik«) aufs NAS auslagern

Falls sich jemand wundert, warum ich mit Teil 3 so direkt starte und das Einrichten der Synsologdy DS220+ überspringe: Das ging eigentlich straight forward (falls ihr dennoch Fragen habt, einfach melden).

Meine lokale Musikbibliothek umfasst ca. 90 GB und war einer jener großer Brocken, die ich auf meinen nächsten Mac nicht mitschleppen wollte.

Den entsprechenden Ordner am Mac (zu finden unter HD → Benutzer → ‹benutzername› → Musik) kann man dabei noch relativ einfach bewegen oder besser, zuerst kopieren und dann löschen.

Ich habe also meinen alten iTunes-Folder aufs NAS kopiert (ich habe dort einen Musik-Ordner mit entsprechenden Zugriffsrechten für einen eigenen Mac-Benutzer angelegt) – zur Dauer des Vorgangs am Ende mehr. So weit so gut.

Doch wie zangelt man die Bibliothek von iTunes bzw. »Musik«, wie es jetzt am Mac heißt, so um, dass es geht und die Bibliothek nun vom NAS geöffnet wird? Gleich vorweg: Die Pfade in der xml-Version der Bibliothek umändern bringt nichts (die XML-Datei dient meines Erachtens nach nur zu Export-Zwecken in andere Programme, iTunes Musik selbst erstellt diese nur, macht aber nichts damit).

Der Trick: Musik mit gedrückter Option-Taste starten, dann erlaubt das Programm eine andere Bibliothek zu öffnen. Dann wählt man jene (und zwar die alte ».itl«-Bibliothek) am NAS aus. Daraufhin fragt Musik, wo es diese speichern soll. Das liegt anscheinend daran, dass Musik statt der alten ».itl«-Datei ein neues »Musik«-Bibliotheksfile erstellen will. Dann erweitert man einfach Speichern-Dialog mit Klick auf das Runter-Dreieck, und wählt am NAS den iTunes-Ordner aus. Beim Umwandeln bleiben auch alle Playcounts etc. erhalten und bei der Anzeige des Dateinamens (Track in Musik markieren und mit Alt + I drücken) sieht man, dass die Files vom NAS geholt werden.

Dazu noch eine Info: Ich hatte zunächst nicht gecheckt, dass der Ordner »Music« im Musik-Systemordner auf derselben Ebene wie der iTunes-Ordner liegt. Den hatte »Musik« vor einigen Jahren angelegt, als es iTunes ersetze. Den zu kopieren nützt aber leider nichts, denn der verweist auch am NAS geöffnet auf die lokalen Musikdateien am Mac und nicht am NAS. Es bleibt also nur der Weg über die .itl-Datei (die seit dem Umstieg auf »Musik« nicht mehr aktualisiert wird).

Was aber, wenn sich meine »Musik«-Bibliothek seit dem Umstieg von iTunes auf »Musik« massiv verändert hat? Gute Frage, bei mir kamen seitdem nur eine Handvoll Tracks dazu. Ich hab es aber irgendwie geschafft, dass auch diese neuen Tracks komplett mit Playcounts übernommen wurden. Ich bilde mir ein, dass ich nach dem oben beschriebenen Wechsel einmal versucht hatte, die neuere »Musik«-Bibliotheksdatei aus dem Musik-Ordner am Mac mini zu öffnen. Falls da jemand genauere Infos hat, gerne in den Kommentaren!

Wie lange dauert das Kopieren?

Das Kopieren von ca. 90 GB über WLAN dauerte bei mir ungefähr 4 Stunden (nach 2 Stunden lag die Vorschau bei »noch zwei Stunden«). Da das mitten in der Nach gewesen wäre, habe ich nicht geschaut, ich gehe aber davon aus, dass das ungefähr hinkommt. Zum Vergleich ein 250-GB-Testfile war in ungefähr 10 Sekunden kopiert. Macht für 1 GB 40 Sekunden, macht für 100 GB 67 Sekunden. Die Verfierfachung, wenn statt einem File an die 20.000 Files kopiert werden, klingt für mich plausibel. Via USB-3-Platte ist der Vorgang übrigens in 30 Minuten erledigt (ich habe den Ordner sicherheitshalber auch 1:1 auf eine USB-Platte, zusätzlich zur externen Time-Machine-Platte gesichert).

Eure Meinung

Ihr habt Fragen oder weitere Tipps? Über euer Feedback freue ich mich wie immer in den Kommentaren!


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