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Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

★★★★☆·9.12.2005·Kommentare:  0

Die Verfilmung von C.S. Lewis Buch legt einen fantastischen Start hin. Shrek-Regisseur Andrew Adamson verlegt die Handlung zügig aber gekonnt von London auf den Landsitz von Professor Kirke. Dort sollen die vier jungen Protagonisten Lucy (Georgie Henley), Edmund (Skandar Keynes), Susan (Anna Popplewell) und Peter Pevensie (William Moseley) vor den Bombardements der Deutschen in Sicherheit gebracht werden. Bis die vier allerdings allesamt durch den Schrank in Narnia landen dauert es ein bisschen … zu lang.

Dort angekommen offenbart sich dem Zuschauer aber eine wunderbar gemachte Zauberwelt, die mit witzigen Figuren (ich sag nur: Biber!) und schöner Optik aufwartet. Austattung und Sets sind den Machern wirklich perfekt gelungen, die zu konventionelle Kameraarbeit trübt diesen Eindruck leider etwas. Denn wenn die ohnehin rar gesäten Action-Einlagen noch dazu von langweilger Bildsprache ausgebremst werden, ist das natürlich schade – vor allem, wenn der Rest eigentlich stimmt. Bei all der Pracht sind Narnia und seine Bewohner aber etwas zu steril geraten. Dreck und Schmutz findet sich nur selten und schon gar nicht in den Gesichtern der Hauptdarsteller. Bei dem was diese allerdings durchmachen, etwas unglaubwürdig.

Der Soundtrack von Harry Gregson-Williams ist hingegen rundum gelungen und wird während des wirklich schönen Intros und Abspanns von modernen Interpreten wie Alanis Morissette aufgelockert.

Da der Film das Disney-Logo aufgedrückt bekommen hat, sind etwaige Kampfszenen sehr kinderfreundlich umgesetzt. Auch wenn die Schlacht am Ende interessant und spannend ist, so ist sie vor allem für »Der Herr der Ringe«-Verwöhnte eine recht gemütliche Angelegenheit: Das scheint die Sonne, die Helden strahlen in ihren sauberen Rüstungen und Leid am Schlachtfeld existiert praktisch nicht. Aber gut, »Der König von Narnia« ist wohl in erster Linie für jüngeres Publikum gedacht und zumindest dieses wird sich prächtig amüsieren. Erwachsene werden sich aber auch gut unterhalten und dürfen sich außerdem an der weißen Hexe (atemberaubend: Tilda Swinton) erfreuen.

schönes Märchen 4 von 5 Sternen

Trailer, Internet Movie Database (IMDb)

PS: Diese hervorragende digitale Vorstellung bewies übrigens meine Vermutung, dass digitales Kino erst so richtig Spaß macht, wenn man zwischendurch wieder altes Analog-Kino zu sehen bekommen hat: Ich will nie wieder durch Zelluloid projizerten Film sehen!


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