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V wie Vendetta

★★★★☆·20.3.2006·Kommentare:  5

Um dem neuen Film der Wachowski-Brüder (Matrix-Trilogie) etwas abgewinnen zu können, muss man vor allem eines akzeptieren: »V wie Vendetta« ist ein politscher Film. Keine Comic-Verfilmung, kein Action-Film, nicht locker-fröhlich (Spider-Man) oder atmosphärisch-cool (Batman Begins).

Nur dann kann man über die etwas lahme Gangart und undedaillierte Zukunftsvision hinwegsehen. Und nur dann ist »V wie Vendetta« überdurschnittlich und hält – dafür aber aber auch wirklich – bei der Stange.

politisch 4 von 5 Sternen

Trailer, Internet Movie Database (?), Rotten Tomatoes (?)



5 Kommentare

#1 von Claudl am 21.3.2006, 0:00 Uhr

Ich muß sagen, dass ich mit einem sehr ambivalenten Gefühl das Kino verlassen hab! Ich geb dir absolut recht, dass der Film in erster Linie politisch motiviert ist, wobei ich mich bei solchen Filmen immer ein bißchen an der Selbstjustiz der Heldenfiguren stoße…auch wenn sie letztendlich zu einem positiven Ergebnis führt…
Außerdem fand ich die plakative Darstellung der Bösewichte ziemlich abgelutscht, bis ich mir im letzten Drittel des Films gedacht hab: es ist eben eine Comic-Verfilmung-wenn auch nicht unbedingt im herkömmlichen Stil- und es ist wohl die Eigenschaft eines Hollywood-Blockbusters, dass halt alles etwas überzeichnet dargestellt wird und ich in dem Kinosaal wohl die einzige bin, die versucht einen gesellschaftsrelevanten oder existenzphilosophischen Wert zu erkennen…und in diesem Sinne hab ich das Grübeln aufgegeben und den Film letztendlich gar nicht mal so schlecht gefunden…Ach ja, und erstmalig wurde ich von Tortilla-Chips in Kaäsesauce umzingelt…bin zurzeit allerdings verkühlt- daher blieb mir die Geruchsbelästigung erspart… 😉

#2 von Benedikt am 21.3.2006, 18:15 Uhr

Man hat als Blogger wirklich was erreicht, wenn die Kommetare ausführlicher sind, als der Artikel. Claudl, Danke!!

plakative Darstellung der Bösewichte ziemlich abgelutscht

Ja, vor allem sieht man John Hurt immer nur in dem dunklen Raum auf der Megaleinwand. Das ist auf Dauer schon mühsam.

gesellschaftsrelevanten oder existenzphilosophischen Wert zu erkenne

Naja, ich finde genau dieser Wert war schon vorhanden. Die ganze Freiheitsaufgabe und Überwachungsstaat-Problematik ist ja der eigentlich Punkt des Films.

ch ja, und erstmalig wurde ich von Tortilla-Chips in Kaäsesauce umzingelt…bin zurzeit allerdings verkühlt

In dem Fall ein wahrer Segen!

#3 von Claudl am 21.3.2006, 19:39 Uhr

Ja, da war ich gestern ganz schön in Fahrt… 😉
Und die Sache mit dem gesellschaftrelevanten Wert bzw. mit der Moral von der Geschicht’ war für mich insofern irreführend, weil es mir vorkam, als wär demnach jeder Selbstmordattentäter/ Terrorist eh leiwand (@ Selbstjustiz)…immerhin hat er ja seine Gründe…aber vielleicht ist das auch nur zu verallgemeinernd…und vielleicht, aber nur vielleicht ist das einfach die falsche Betrachtungsweise für so einen Film… 😉

#4 von Benedikt am 21.3.2006, 21:46 Uhr

gesellschaftrelevanten Wert bzw. mit der Moral

Stimmt – das ist immer der Ausgangspunkt für Comics mit Rachemotiv. Man muss es ja nicht gut heißen. Vielleich soll dieser Umstand auch nur die Verzweiflung des Protagonisten zu unterstreichen.

falsche Betrachtungsweise für so einen Film

Wie gesagt, man muss den Helden so akzeptieren wie er ist. Die Geschichte kann ja trotzdem gut sein – selbst wenn man mit dem Handeln der Hauptakteure nicht immer einverstanden ist.

#5 von Funkmaster am 6.3.2007, 19:25 Uhr

So, etwas verspätet aber doch hab ich den Film jetzt auch gesehen. Um noch kurz etwas zu euren Kommentaren beizutragen: Auf mich hat der Film schon wie eine Comic-Verfilmung gewirkt, aber eben von einem politischen, was es ja auch ist. Als großer Comic-Fan kann ich sagen, dass der politische Touch bei den bunten Hefteln auch gar nicht so selten ist, wobei meistens eben ein bissl versteckter.
Ansonsten fand ich den Film nicht schlecht, wobei ich aber nicht bereue das Geld für den Kinobesuch gespart zu haben.


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