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Transformers

★★★★☆·5.8.2007·Kommentare:  4

Regisseur Michael Bay macht es einem zu Beginn nicht leicht. Da bekommt man in »Transformers« nämlich nur die altbekannten schicksalsschwangeren Zeitlupenszenen mit entsprechender Percussion-Untermalung geboten. Bevor es richtig losgeht, stellt Bay das Publikum zudem noch mit seiner Version einer romantischen Szene (inklusive High-School-Bully) auf die Probe – und beeindruckt damit allerhöchstens George Lucas während der geneigte Zuseher vor lauter Scham lieber im Kinosessel versinkt.

Danach entpuppt sich die Verfilmung der 80er-Spielzeugserie aber als unterhaltsame Achterbahnfahrt, welche die Gehirnwindungen entspannt und sich auf das Pumpen von Adrenalin konzentriert. Die Produktion ist technisch makellos, Kamera, Schnitt und die Umsetzung der Action wie gewohnt auf hohem Niveau.

Beinahe interessantester Aspekt ist aber die Erzählweise, die zwar nicht großartig von Bays vergangenen Filmen abweicht, aber Storyelemente wie Wegwerf-Ware behandelt. Kaum eine Sequenz wird konsequent zu Ende geführt, der Zuschauer einfach in den nächsten Erzählstrang katapultiert. Am Anfang wirkt diese Technik etwas seltsam, am Schluss glaubt man diese aber sogar als Stilmittel erkennen zu können.

Über die kleineren Unzulänglichkeiten des Films kann man hinwegsehen. Zum Beispiel dass die 21-jährige Darstellerin Megan Fox im Film wie 30 wirkt aber eine Schülerin verkörpern soll oder dass die Dialoge der Transfomers mehr als hölzern wirken (aber gut, es sind sich in Autos verwandelnde Roboter, also was solls!)

Zu guter Letzt: Wer hätte gedacht, dass Steven Spielberg (Produzent) und Michael Bay einmal gemeinsam an einem Film arbeiten würden? Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen.

Unterhaltsamer High-Tech-Trash 4.5 von 5 Sternen


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4 Kommentare

#1 von Pietropizzi am 6.8.2007, 0:42 Uhr

Definitiv empfehlenswert der Film! Schaut ihn euch auf jeden Fall in einem großen Kinosaal mit guter Soundanlage an, dann kommt richtig gut rüber.

Die vom Ben erwähnten Schwächen, wie z.B. die romantischen Szenen, sind auch für mich nachvollziehbar, sie spielen aber keine Rolle weil einen der Film einfach umhaut. Man kommt nicht dazu Dinge zu hinterfragen, man hat sogar nicht mal das Bedürfnis das zu tun, wie sonst bei anderen Filmen der Fall ist. Ich mein Dinge wie »Das geht doch nie«, oder »Das ist ja ur unrealistisch«.

Vielleicht liegt es an der Thematik, die solche Gedanken schon im Keim erstickt, oder einfach daran dass man sich von der Story noch weniger erwartet hat. Ich war auf jeden Fall positiv überrascht.

#2 von Funkmaster am 13.9.2007, 9:15 Uhr

Zuviel Mensch, zu wenig Roboter. So würde ich den Film zusammenfassen, der mir aber dennoch sehr gur gefallen hat. Klar wenn da Kindheitserinnerungen geweckt werden, denn die Transformers waren meine Lieblinge.

Gestört haben mich nur die Kampfszenen, bei denen man irgendwie nichts sehen kann, da immer so nah draufgehalten wird. Wahrscheinlich ein Stilmittel, aber keines, dass ich gut finde. Auch die Handlungsstränge mit den Menschen, die gelegentlich zu nichts führen waren zuviel.

Trotzdem, gute Unterhaltung, die ich mir wahrscheinlich sogar auf DVD kaufen werde.

#3 von Benedikt am 13.9.2007, 13:29 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen. Die Sache mit der Kameraführung ist so eine Sache – sieht stylisch aus und ist schon seit ein paar Jahren in Mode (ist beim »Bourne-Ultimatum« noch schlimmer). Könnte mir ebenfalls vorstellen, den Film nochmal auf DVD zu sehen.

#4 von   Modern Minds And Pastimes - wirsindecht.org am 21.9.2007, 13:32 Uhr

[…] Abschluss noch etwas versöhnliches: Ich weiß nicht wie viele von euch den Film “Transformers” gesehen haben aber der Soundtrack hat es in sich, denn er passt nicht nur gut zum Film […]


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