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Der Knochenmann

★★★★★·11.3.2009·Kommentare:  0

»Jetzt ist schon wieder was passiert« – und wenn es nach der Qualität der Brenner-Verfilmungen geht, könnte es das im Kino auch ruhig weiterhin. Wie »Komm, süßer Tod« und »Silentium« besticht auch »Der Knochenmann« durch die trockene Schlagfertigkeit Josef Haders alias Simon Brenner.

Diesen verschlägt es in Teil 3 in ein Wirthaus in der Steiermark, wo sich allerlei Schicksale kreuzen – und auch besiegelt werden. Selbst wenn es der symphatische Grantler diesmal passiver angeht als in den Vorgängern, so erwartet den Zuschauer die gesamte Laufzeit über ein spannender Krimi mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor.

Visuell solide und in angemessenem Tempo inszenierte auch dieses Mal Wolfgang Murnberger und verhilft dem viel gepriesenen aber wenig beachteten österreichischen Film zu einem neuen Hoch. Einziges kleines Manko: Wirtshaus-Vater und Sohn klingen nicht unbedingt steirsch – was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Dafür ist die Auflösung des Beziehungsgeflechts zu spannend, das Schauspiel zu erdrückend oder eben auch zu lustig (zusammengefasst eben »österreichisch«).

Alles in allem hält der »Der Knochemann« locker das Niveau der Vorgänger und macht Lust auf weitere Teile.

Wieder sehr gelungen – 5/5


Leute, verpasst so einem coolen Film bitte nicht mehr einen derart grindigen Abspann – das sieht ja aus als käm’s von einem Mischpult aus den 80ern.


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