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Apple Wireless Keyboard: Re­pa­ra­tur nach Sa­ft­un­fall – Ope­ra­ti­on ge­lun­gen, Pa­ti­ent tot

17.6.2019·Kommentare:  0Retweets:  0 4

Vor einigen Monaten habe ich über mein »Mac mini«-Setup geschrieben und mir dabei noch gedacht, wie großartig es ist, dass die teils sehr betagte Hardware noch immer so gut funktioniert. Und natürlich dauerte es ab diesem Gedankengang nicht mehr lange, bis ich mein 2007er Apple »Wireless Keyboard« durch Verschütten von Orangensaft ruiniert habe.

Saft verschüttet, Tastatur kaputt?

Obwohl ich die Tastatur sofort ab- und trockengewischt habe, haben zuckerhaltige Getränke die Eigenschaft, unterhalb der Tastenkappen beim Eintrocknen eine Kruste zu bilden. Die Folge: Die Tasten funktionieren zwar noch, die Kruste muss aber beim Druck auf die Taste – vor allem nach längerer Inaktivität – durchbrochen werden. Das Tippen fühlt sich schwammig und molasseartig an.

Tasten lassen sich abstecken

Obwohl die Tasten des »Wireless Keyboards« nicht den Eindruck machen, für eine bessere Reinigung einfach abgesteckt werden zu können, habe ich auf YouTube eine Anleitung gefunden, die das Gegenteil beweist. Siehe da: Wenn man sich erst einmal traut, eine Taste mit zwei Fingern abzuziehen, wird der fragil wirkende Sicssor-Switch darunter tatsächlich nicht beschädigt.

Hat man die betroffenen Tasten entfernt, lassen sich die darunter befindlichen Saftrückstände mit Wattestäbchen und Wasser entfernen (vorher unbedingt Batterien entfernen, um Kurzschlüsse zu vermeiden). Danach einfach die Tasten wieder auf ihren Switch setzen und hineindrücken. Den kompletten Vorgang musste ich später allerdings wiederholen, da ich nach einigen Tagen festgestellt habe, dass ich nicht alle Rückstände komplett entfernt hatte und sich manche Tasten erneut nicht leichtgängig drücken ließen.

Tasten nach Reinigung kaputt

So weit, so gut. Die Tasten lassen sich ohne Beschädigung abmontieren, der Schmutz entfernen und die Tasten wieder anbringen. Wo liegt nun das Problem? Nun, in meinem Fall dürfte ich, obwohl ich das Keyboard nach der Reinigung mehrere Tage lang habe trocknen lassen, die Batterien zu früh eingesetzt haben. Denn einige Tasten haben danach nicht mehr korrekt funktioniert. Es kann sein, dass eine Taste gar nicht mehr funktioniert: Sie lässt sich korrekt drücken, es wird aber kein Anschlag mehr ausgelöst. Oder aber, wie in meinem Fall, dass ein Druck auf die Lauter-Taste (F12) einige Minuten nach Aktivieren des Keyboards gar nicht funktioniert und plötzlich mit Dauerfeuer auslöst und die Lautstärke auf das Maximum erhöht wird.

Wenn eine Taste, die man so gut wie nie benötigt (z.B. in der F-Tastenreihe), gar nicht mehr funktioniert, kann man damit eventuell leben. Wenn die Lautstärke spontan auf die höchste Stufe erhöht wird, eher nicht. Ich habe in meinem Fall meine Logitech K380 als Zwischenlösung verwendet (bin damit aber nur mäßig zufrieden) und schlussendlich in den sauren Apfel gebissen und mir ein aktuelles Apple »Magic Keyboard« zugelegt. Das Tippgefühl ist gegenüber dem 2007er »Wireless Keyboard« von Apple doch recht unterschiedlich, im Großen und Ganzen aber sehr gut und man hat keine der üblichen Probleme von billigeren Bluetooth-Tastaturen.

Habt ihr Erfahrungen mit der Reparatur von Apple-Tastaturen nach Wasser- oder Safteintritt? Über diesbezügliche Geschichten und Tipps freue ich mich in den Kommentaren!


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