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Hellboy II: Die goldene Armee

★★★★☆·22.10.2008·Kommentare:  0

»Hellboy« war für mich einer der Überraschungshits 2004, den ich immer wieder gerne aus dem DVD-Regal hole. Die in den Nachfolger gesetzten Erwartungen waren dementsprechend groß. Enttäuscht wurden sie nicht, aber trotzdem ist »Die goldene Armee« ganz anders als der Vorgänger.

Nach dem eher mäßigen Erfolg des ersten Films wollte Sony das Franchise loswerden. Universal schlug dankend zu und gab Regisseur Guillermo del Toro anscheinend uneingeschränkte künstlerische Freiheit (was er wohl unter anderem seinem Oscarabräumer »Pans Labyrinth« zu verdanken hat). Denn trotz regelmäßig eingestreuter, routinierter Actioneinlagen erinnert der Film so gar nicht an eine klassische Comic-Verfilmung.

Die von del Toro und Hellboy-Schöpfer Mike Mignola eigens erdachte Story integriert nämlich eine komplette Fantasy-Welt – die vom Stil her übrigens sehr an »Pans Labyrinth« erinnert – in unsere Realität. Zudem steht die Beziehung zwischen Hellboy (Ron Perlman) und Liz (Selma Blair) viel stärker im Vordergrund. Auch Abe (Doug Jones), der sich aus Marketing-Gründen in Teil 1 noch von David Hyde Pierce synchronisieren lassen musste, hat eine größere und tragischere Rolle als zuvor. Diese neue Mischung funktioniert erstaunlich gut und besticht vor allem durch eine liebevolle Umsetzung – allein die Anfangssequenz, die von Professor Broom (John Hurt) als Geschichte erzählt wird, ist filmtechnisch brilliant gelöst. Und nebenbei bemerkt hatte noch kein Superhelden-Film so einen Song als Abspann – eigenartig und passend zugleich.

Der Showdown schwächelt wie beim Vorgänger ein bisschen und ob Teil 2 die Erwartungen zur Gänze erfüllt, ist schwer zu sagen. Dafür ist der Film einfach zu anders. Fans werden sicher nicht enttäuscht, Neulingen sei zudem Teil 1 ans Herz gelegt. Fürs Verständnis der Handlung ist das zwar egal, für die Charakterentwicklung allerdings nicht.

Anders & gut – 4/5


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