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iPad mini 6 – das leich­tes­te iPad al­ler Zei­ten, aber zahlt sich’s aus?

22.9.2021·Kommentare:  3Retweets:  0 2

Ein oft unbeachteter Aspekt des Bloggens ist ja die therapeutische Wirkung gegen Impulskäufe oder Gadgets mit großem »Will haben«-Faktor: Erst einmal in Ruhe darüber bloggen, die Gedanken ordnen, dabei durchaus kritisch sein und Feedback von Leser:innen abwarten.

Das trifft für mich aufs neue iPad mini ganz besonders zu und habe mich gefragt, ob ich tatsächlich eines brauche und von den Features profitieren kann oder ob ich es einfach nur haben will.

iPad mini 6. Generation – das leichteste iPad aller Zeiten. (© Apple)

Auf Apples September-Event wurde das iPad mini als heimlicher Star gefeiert und überschattete fast die sonst im September heiß erwartete neue iPhone-Generation. Auch ich habe mir gedacht, »das neue Mini, das wär schon nett!«. Die Frage, ob ich es brauche, kann ich aber mit einem klaren Nein beantworten. Und sollte mein künftiges Ich doch schwach werden, so werde ich reumütig auf diesen Satz zurückblicken.

Die größten Für und Wider

Um das aber gleich zu verhindern, werfen wir einmal einen Blick auf die größten Vor- und Nachteile des neuen iPad minis:

  • + Leichtestes iPad aller Zeiten
  • + Landscape-Stereo
  • (+ A15 Bionic)
  • (+ USB-C)
  • - Nur 60 Hz
  • - Kein Face ID
  • - Sehr teuer

Highend-Features fehlen, dafür teuer

Beginnen wir bei den Nachteilen: Ich habe ein 4½ Jahre altes iPad Pro 10,5″ 2017, das nicht nur nach wie vor alle Stückerl spielt, sondern dem neuen iPad mini auch in puncto Display überlegen ist: Es hat nämlich 120 statt 60 Hz. Sagte ich »alle Stückerl«? Stimmt nicht ganz, denn Face ID hätte ich gerne – hat aber auch das neue iPad mini nicht.

Teuer war mein (dann kaum genutztes) iPad Pro damals auch: 829 Euro inkl. Upgrade auf 256 GB Speicher. Das Speicher-Upgrade würde ich heutzutage nicht mehr in Betracht ziehen und ist meiner Erkenntnis geschuldet, dass ein iPad einen Rechner ohnehin nicht ersetzen kann (ich hab’s jahrelang versucht). Da reichen mir, wie aktuell auch beim iPhone, nur 64 GB. Apropos: Mit 256 GB kostet das iPad mini 719 Euro, nur 110 Euro weniger als damals mein iPad Pro. Aber auch die 550 Euro für die Basisvariante sind einfach kein No-Brainer. Da würde ich eher überlegen, das iPad mini 5 neu um 350 Euro oder weniger zu kaufen (nur 7 Gramm schwerer, A12 wär wohl auch kein Problem, halt kein Landscape-Stereo).

Die Pluspunkte

Die letzten beiden Pluspunkte habe ich bewusst in Klammern gesetzt. Denn der A15 Bionic ist von der Performance her sicher toll, aber hat jemand tatsächlich ein 2, 3 oder gar 4 Jahre altes iPad in einem Szenario im Einsatz, in dem Performance das Problem ist (wenn ja, hinterlasst bitte einen Kommentar, würde mich interessieren)? Und wegen USB-C: Ja, eh – aber erstens unterstützt dieser im Vergleich zu den Pro-Modellen kein Thunderbolt/USB 4 und da man zweitens in der Apple-Welt auch auf lange Sicht mit Lightning noch zweigleisig unterwegs sein wird, ist das eher ein marginaler Vorteil.

Ein weitaus größerer Vorteil ist, dass nun auch das Mini endlich echten Stereo-Ton im Landscape-Modus bietet, da in diesem Format die Lautsprecher nun tatsächlich links und rechts sind. Wer die Lautsprecher oft nutzt, für den kann das ein valider Upgrade-Grund sein. In meinem Fall trifft das aus zwei Gründen allerdings nicht zu: Mein iPad Pro bietet diese Funktion bereits (sogar mit Quad-Speakern) und ich höre seit einiger Zeit ohnehin nur mehr mit True-Wireless-Ohrhörern.

Das größte »Problem« meines 2017er iPad Pros mit 10,5 Zoll? Es ist schwer. Ja, es steckt in einer viel zu schweren Combo Touch und die dafür angekündigte Alternative liegt bei mir noch originalverpackt herum. Und ja, es hält mich nichts davon ab, das iPad ohne diese Accessoires zu verwenden. Dann wiegt es aber noch immer 469 Gramm und hier kommen wir zu dem einen Punkt, der mich am iPad mini 6 am meisten reizt: Es ist leicht, sogar sehr leicht.

Das leichteste iPad aller Zeiten

Denn das iPad mini wiegt mit 293 Gramm nicht nur 176 Gramm weniger als mein iPad Pro. Es ist mit unter 300 Gramm auch (knapp aber doch) das leichteste iPad aller Zeiten. Frühere Generationen wogen nämlich je nach Ausstattung zwischen 299 und 341 Gramm. Auch verglichen mit der Konkurrenz ist es viel leichter: Selbst Samsungs, zumindest von der Display-Größe her, vergleichbares Galaxy Tab A7 Lite wiegt an die 370 Gramm und damit wesentlich mehr. Das ist für Apple eher untypisch denn, so scheint es, viel Wert auf ein geringes Gewicht legten die Kalifornier noch nie (siehe auch aktuelles MacBook- und iPhone-Lineup). Dass das iPad mini mit einem A15 außerdem jedes Android-Tablet aus dem Wasser bläst, muss man ohnehin nicht erwähnen. Dafür lässt sich Apple dieses Gesamtpaket halt auch einiges kosten (zum Vergleich, Samsung ruft für das A7 Lite nur 170 Euro ab – aber ja, der Vergleich hinkt).

Fazit

Will ich ein iPad mini 6 haben? Ja. Würde ich prinzipiell 550 Euro für ein Tablet ausgeben, das unter 300 Gramm wiegt und ich mit einer Hand halten kann? Klar! Würde ich die selbe Summe für ein Gerät ausgeben, für das ich keinen signifikant anderen Use-Case (und die sind schon dürftig) als für meine aktuellen Tablets habe? Klares Nein.

Eure Meinung

Wie seht ihr das? iPad mini schon vorbestellt? Wehrt sich euer Kopf noch gegen euer Herz (oder Bauch) oder habt ihr ohnehin keinen Bedarf an einem handlichen Tablet? Über Feedback dazu freue ich mich wie immer in den Kommentaren!.


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