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Samsung ViewFinity S9: 5K-Alternative zum Apple Studio Display?

31.8.2023·Kommentare:  0

Lange, lange standen Mac-User vor dem Problem, dass fast kein Monitor-Hersteller ein Modell mit über 200 ppi im Angebot hatte, das zu den Retina-Displays der MacBooks passte. Mit dem Samsung ViewFinity S9 gibt es nun endlich wieder eine Alternative zum Apple Studio Display mit 5K, 218 ppi und 27 Zoll.

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Frontansicht des 27 Zoll großen Samsung ViewFinity S9, in einem Zimmer auf einem Schreibtisch stehend.
Kommt mir irgendwie bekannt vor … 🤔😄 – Samsung ViewFinity S9 (© Samsung).

Vorteile des ViewFinity S9

Apropos, bei der Ankündigung des Apple Studio Displays* war ich damals ja nicht sehr begeistert. Insofern ist der Samsung ViewFinity S9 auch nicht unbedingt die klar bessere Wahl – drei zweieinhalb konkrete Vorteile hat er aber doch:

  1. Es gibt einen höhenverstellbaren Standfuß, mit dem der Monitor auch um 90 Grad gedreht werden kann.
  2. Der ViewFinity S9 ist im Gegensatz zum Studio Display matt.
  3. (Zumindest die UVP ist mit 1.599 Euro gegenüber den 1.749 Euro günstiger.)

Beim letzten Punkt sollte man beachten, dass sich das im Straßenpreis aktuell nicht unbedingt widerspiegelt, da der ViewFinity S9 noch nicht weiträumig verfügbar ist und der tatsächliche Preis sogar höher sein kann. Apples Studio Display ist nämlich abseits von Apple im freien Handel um unter 1.600 Euro zu haben.

Mal sehen, vielleicht werden aus den 2½ Vorteilen ja in den nächsten Wochen doch noch drei, wenn der ViewFintiy S9 im Preis fällt.

Apropos Standfuß: Auch wenn das Studio Display nicht höhenverstellbar ist, nach oben oder unten neigen kann man sowohl den ViewFinity S9 als auch das Studio Display und das in gleichem Ausmaß.

Frontansicht von Apples Studio Display.
Auch 2023 nicht billig für die Specs: Apples Studio Display. (© Apple)

Weitere Unterschiede

Es gibt aber noch ein paar weitere Unterschiede. Bei den Inputs bietet der ViewFinity S9 1 × Thunderbolt 4, 1 × Mini-Displayport, 3 × USB-C. Apples Studio Display 1 × Thunderbolt 3 und 3 × USB-C. An den Samsung ViewFinity S9 kann man somit 2 Geräte anschließen.

Das Apple Studio Display hat ein integriertes Netzteil, das vom ViewFinity S9 ist ein großer, externer Block, den man erstmal wo unterbringen muss.

Der ViewFinity S9 hat Samsungs komplettes Tizen TV OS mit an Bord und bietet neben WiFi- auch Bluetooth-Support, womit man auch Bluetooth-Kopfhörer oder -Speaker verbinden und den Monitor im Stand-alone-Modus betreiben kann.

Beide haben Webcams, Apple eine eher berüchtigte, was Qualität angeht (weil es 12 MP in einer Ultra-Wide-Linse sind und immer gecropped wird), Samsung eine mit 4K, die sogar abnehmbar ist. Von der Bildqualität her eine Streitfrage, leichter Vorteil für Samsung würde ich sagen. Insbesondere, wenn man das Mikrofon mit einbezieht. Da dürfte ebenfalls Samsung die Nase vorn haben. Zur Response Time findet man bei Apple keine Angaben, Samsung gibt 5 ms an.

Integrierte 5 Watt-Lautsprecher haben beide, das Studio Display allerdings sechs Stück, Samsung nur zwei. Die vom Apple Studio Display dürften besser sein.

Bildqualität annähernd gleich

Beim Bild wird’s spannend, laut YoutTube-Vergleichen wie diesem1 scheint das Studio Display erst einmal im Vorteil zu sein. Richtig kalibriert sieht das Bild dann aber annähernd gleich aus. Beide arbeiten mit 60 Hz, beide liefern 5K (5.120 × 2880 Pixel) bei 27 Zoll und werden maximal 600 Nits hell. Ein Kontrastverhältnis von 1.000:1 bietet der S9, das Studio Display eines von 1.200:1 (vermutlich wegen des Glossy Displays). Color Gamut beim ViewFinity S9: DCI-P3 99%, beim Studio Display wird P3 angegeben. Bei Letzterem meinen aber Tests wie auf dpreview.com, dass die Abdeckung gar »nur« 98 % beträgt.

Samsungs ViewFinity S9 ist etwas dünner (17 mm) als Apples Studio Display (19 mm). Beim Rahmen misst der S9 je 7 mm oben, links und rechts. Unten ist er 13 mm dick. Apple wählt die gleichmäßige Variante, der Rahmen ist überall 13 mm dick. Beim Material setzt Apple auf Alu, Samsung klassisch auf Kunststoff.

Fazit

Der Samsung ViewFinity S9 bietet auf jeden Fall mehr fürs Geld (und soll ab September in Österreich verfügbar sein), bei annähernd gleicher Bildqualität. Mattes Display und Höhenverstellbarkeit würden mir die Wahl sehr leicht machen (bleibe aber freilich bei meinem LG 32UN880, den ich nach wie vor super finde). Lustigerweise sieht der ViewFinity S9 in der Frontansicht vom Standfuß bis zum unteren Rahmen dem Studio Display sehr ähnlich. Die leichte Ungleichmäßigkeit durch die dünneren Rahmen links, rechts und oben würde ich gegenüber dem gleichmäßig dicken Rahmen des Studio Displays bevorzugen (Hardcore-Fans der Apple-Designsprache sehen das aber womöglich anders).

Eure Meinung

Wartet ihr schon lang auf eine 5K-Alternative zu Apples Studio Display? Greift ihr, Preis hin oder her, lieber zum »Original« oder doch zu einer Option, bei der die Höhenverstellbarkeit nicht extra kostet? Über euer Feedback freue ich mich wie immer in den Kommentaren!


  1. Von der Text-to-Speech-Vertonung nicht abschrecken lassen, Kanalbetreiber Joe Peeravas moderiert das Intro und Outro selbst, ich denke die Nutzung der Computerstimme war für ihn einfacher, als alles selbst zu sprechen. 

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