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Logitech Harmony: Sinn von Uni­ver­sa­lfern­be­die­nung­en im Stream­ing-Zeit­alter?

10.10.2019·Kommentare:  4Retweets:  0 1

Logitech-CEO Bracken Darrell hat The Verge in einem Podcast verraten, dass das Harmony-Geschäft (Logitechs Universalfernbedienungs-Sparte) nur 6% seines Tastatur-Umsatzes entspricht. Nicht nur das, mit dem Vorstoß des Streamings und der damit einhergehenden Vereinfachung von Hi-Fi-Setups sieht er für die Marke Harmony auch keine besonders rosige Zukunft:

I think over time, you’ll have fewer and fewer people who feel like they really need that universal remote […] Now you have a different problem: you have 10 different streaming services, and I want to watch Friends. Where do I watch it? So it’s less about different devices and more about different streaming services.

Eine interessante Überlegung, denn wer via Smart-TV mit integrierten Streaming-Diensten höchstens noch eine Soundbar angeschlossen hat, der braucht keine Universalfernbedienung, weil das komplette Setup mit der Herstellerfernbedienung gesteuert werden kann (vor allem, wenn die Soundbar aus dem gleichen Haus stammt). Dazu kommt, dass inkludierte Fernbedienungen längst nicht mehr diese mit Knöpfe übersäten, unbenutzbaren Monstrositäten sind, sondern oftmals elegante Hardware-UIs bieten.

Wo eine Uni­ver­sa­lfern­be­die­nung noch sinnvoll ist

Als langjähriger Besitzer einer Logitech Harmony Touch sowie eines Smart Keyboards und Abonnent zahlreicher Streaming-Dienste habe auch ich mir die Sinnfrage bezüglich einer Universalfernedienung gestellt. Grundsätzlich stimme ich Darrell nämlich zu, es gibt aber wie in meinem Fall Ausnahmen, z.B. die Nische der Beamer-Besitzer.

Denn die brauchen in der Regel mindestens drei Geräte, die es meist nur von unterschiedlichen Herstellern gibt: Beamer, A/V-Receiver, Abspielgerät. Bei uns sind von Letzterem natürlich gleich mehrere vorhanden, denn die Harmony Touch steuert nebst Beamer und A/V-Receiver nicht nur Apple TV, den Fire-TV-Stick, den Blu-ray-Player, den Sat-Receiver, die PS4, eine Wii und einen Raspberry Pi, sondern auch noch einen Videorekorder, ein paar Philips Hue-Lampen und sogar das Lichtband in der Küche. Gut, Letzteres eher unfreiwillig über fehlgeleitete Infrarot-Signale (es ist leider kein sündhaft teures Philips Hue-Lichtband). Selbst in der einfachsten Variante wären aber zumindest drei Fernbedienungen notwendig.

Logitech Harmony: Notwendiges Übel?

Selbst wenn man zu seiner Harmony-Fernbedienung, so wie ich, eine schwierige Beziehung pflegt, so ist sie gegenüber halbgaren Lösungen wie HDMI-CEC oder das Anlernen der A/V-Receiver-Fernbedienung zur Steuerung der anderen Geräte noch immer die beste Lösung. Insofern weiß ich Darrells Commitment zur Harmony-Produktlinie also durchaus zu schätzen:

The cool thing about [Harmony], and the thing that we appreciate, is that the users of that business love it. I mean, really love it. And it’s so rare to have users that love something as much as a lot of our Harmony users do. We’ll always take care of them because we really believe that that’s part of the responsibility of the brand. So we do love Harmony for that reason.

Wie sieht’s bei euch aus? Noch eine Universalfernbedienung im Einsatz oder reicht die beigelegte Fernbedienung des TVs aus? Über Feedback dazu freue ich mich in den Kommentaren!


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