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Beats Studio Buds: Kein »Audio teilen« mangels H1-Chip

27.6.2021·Kommentare:  0Retweets:  0 1

Die Beats Studio Buds wären die ersten brauchbaren True-Wireless-Ohrhörer ohne unsäglichem Stengel-Design von Apple gewesen. Ja, ich weiß, geschätzt über 150 Mio. Kunden können diesbezüglich wohl nicht irren. Aber ich irre mich da auch nicht. Warum ich überhaupt darüber schreibe?

Wir waren begeisterte Nutzer von Dual Audio (Samsungs Pendant zu Apples »Audio teilen«) auf einem Galaxy Tab S5e. Bis Samsung das Feature mir nichts, dir nichts mit dem Update auf Android 11 ohne Angabe von Gründen entfernt hat. Vielleicht ist es auch ein Bug, wer weiß – Samsung weiß diesbezüglich übrigens am wenigsten.

Der Große Vorteil bei Samsungs Dual Audio war, dass es mit beliebigen Bluetooth-Ohrhörern funktioniert hat. Apples »Audio teilen« hingegen erfordert bestimmte Apple- oder Beats-Ohrhörer. Mit Betonung auf »bestimmte« – denn auch innerhalb des Apple-Universums reicht es nicht, einfach irgendwelche Apple- oder Beats-Ohrhörer zu verwenden.

Damit wir nämlich weiterhin am Tablet Filme und Serien schauen können, musste ich in den sauren Apfel beißen und entsprechende Ohrhörer bestellen, damit wir aufs iPad ausweichen und dort »Audio teilen« nutzen können. Und das waren (weil billigste Lösung) zwei Paar Beats Flex.

Was mich zu den (bei uns noch nicht erschienenen) Studio Buds zurückbringt. Die hätte ich nämlich interessant gefunden, weil mich das Kabel der Beats Flex halt doch stört. Aber, Überraschung: Die Studio Buds unterstützen das Feature »Audio teilen« gar nicht, was in so manchem Review mit dem Fehlen des »magischen« H1-Chips begründet wird1.

Jetzt könnte man meinen, »na gut, ist der H1-Chip halt den Premium-Modellen vorbehalten«. Stimmt aber nicht – siehe eben Beats Flex. 35-Euro-Beats haben den Chip also (Update: stimmt so nicht ganz – siehe Update), welche um 150 Euro nicht. Aha.

Update, Juli 2021: Wie auch in meinem Test der Beats Flex angemerkt, haben die Beats Flex nicht den H1- sondern den W1-Chip. Auf die Unterschiede gehe im Test genauer ein.


  1. Ich vergieße innerlich immer Tränen, wenn in Reviews oder Kommentaren der H1-Chip über den Klee gelobt wird, ohne konkrete Kenntnis darüber, was der eigentlich macht bzw. nicht macht. Und ohne kritisch zu hinterfragen, ob der für so manches Feature, wie eben »Audio teilen«, überhaupt notwendig wäre. Wer über den Tellerrand schaut oder sich ein bisschen mit Bluetooth beschäftigt, der weiß nämlich, dass das mit x-beliebigen Bluetooth-Ohrhörern ginge – siehe eben Samsungs Dual Audio. Mag sein, dass Apple aus irgendeinem (Apple-)Grund tatsächlich den H1-Chip dafür braucht. Gegangen wär’s aber auch anders. 

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